Stahlrohre in Wasser- und Abwassersystemen
Stahlrohre sind metallische Rohrsysteme für den Transport von Wasser, Abwasser, Prozesswasser oder Schlamm. In dieser Leistung stehen sie als Rohrmaterial innerhalb technischer Leitungen im Vordergrund, einschliesslich Formstücke, Verbindungen und materialgerechter Ausführung. Im Unterschied zu allgemeinen Rohrleitungen geht es hier spezifisch um die Eigenschaften und den Einsatz von Stahl als Werkstoff.
Typische Einbausituationen für Stahlrohre
Stahlrohre werden unter anderem für Druckleitungen, Verbindungsleitungen zwischen Anlagenteilen, Pumpwerksanschlüsse, Schächte sowie oberirdische oder frei geführte Leitungsabschnitte verwendet. Sie eignen sich für Situationen mit statischen Anforderungen, grossen Nennweiten, Sonderformteilen oder anspruchsvollen Trassenführungen. Auch bei Querungen, Übergängen zu Bauwerken oder individuell gefertigten Leitungsstücken werden sie häufig berücksichtigt.
Ausführungen, Verbindungen und Schutzsysteme
Stahlrohre können je nach Anwendung geschweisst oder nahtlos ausgeführt sein. Relevant sind zudem Wandstärke, Rohrdurchmesser, Verbindungsart wie Schweiss- oder Flanschverbindung sowie innen- und aussenliegende Schutzsysteme gegen Korrosion oder medienbedingte Beanspruchung. Für den Einsatz im Erdreich, in feuchten Betriebsumgebungen oder bei bestimmten Fördermedien wird die Ausführung entsprechend angepasst.
Abgrenzung zu anderen Rohrmaterialien
Innerhalb der Oberkategorie Rohre unterscheiden sich Stahlrohre vor allem durch ihre mechanische Belastbarkeit und die Möglichkeiten für konstruktive Sonderlösungen. Kunststoffrohre werden oft bei korrosionskritischen oder gewichtsrelevanten Anwendungen gewählt, Gusseisenrohre vor allem im Leitungsbau mit materialtypischen Verbindungssystemen, Stahlbetonrohre für andere Last- und Einsatzprofile. Doppelmantel- und Stahlrohre sind als eigene Leistung abzugrenzen, wenn neben dem Stahlrohr zusätzlich ein doppelwandiger Aufbau mit Überwachungs- oder Rückhaltefunktion gefordert ist.