Trennprinzip bei belasteten Wasserströmen
Ein mobiler Koaleszenz-Filter dient der Abscheidung von dispergierten Leichtflüssigkeiten oder ähnlichen wasserunlöslichen Anteilen aus einem Wasserstrom. Im Filtermedium vereinigen sich feine Tropfen zu grösseren Einheiten, die anschliessend einfacher mechanisch getrennt werden können. In der Altlasten- und Bodensanierung betrifft dies vor allem abgepumptes Grundwasser, Sickerwasser oder Prozesswasser aus Sanierungsarbeiten, sofern darin abscheidbare organische Flüssigkeiten enthalten sind.
Einsatz auf Sanierungs- und Altlastenstandorten
Die mobile Ausführung ist für wechselnde Einsatzorte und temporäre Massnahmen geeignet. Sie wird dort genutzt, wo belastetes Wasser während Aushub, Wasserhaltung, Pumpversuchen oder der Behandlung von Schadstoffausträgen anfällt. Auch bei punktuellen Schadensfällen kann eine mobile Einheit eingesetzt werden, um Wasserströme vor Ort vorzubehandeln oder in eine mehrstufige Aufbereitung einzubinden.
Mobile Ausführung und betriebliche Einbindung
Im Unterschied zu fest installierten Systemen ist die Anlage transportierbar und auf einen flexiblen Anschluss an vorhandene Leitungen, Sammelbehälter oder Pumpensysteme ausgelegt. Je nach Aufgabenstellung kann sie als Einzelstufe oder als Teil einer Prozesskette betrieben werden, etwa vor weiterer Filtration oder nach einer Vorabscheidung. Die konkrete Eignung hängt von Zusammensetzung, Konzentration und physikalischem Verhalten der enthaltenen Stoffe ab.
Abgrenzung innerhalb der Sanierung
Ein mobiler Koaleszenz-Filter ist kein eigenständiges Bodensanierungsverfahren, sondern eine verfahrenstechnische Komponente zur Behandlung belasteter Wasserphasen. Damit unterscheidet sich die Leistung von Bodensanierungsverfahren, die direkt auf den kontaminierten Boden oder Untergrund zielen. Gegenüber der Sanierung landwirtschaftlicher Böden ist die Anwendung technischer und auf schadstoffhaltige Wasserströme ausgerichtet, nicht auf die Wiederherstellung landwirtschaftlich genutzter Bodenfunktionen.