Was zur Sanierung landwirtschaftlicher Böden gehört
Die Leistung umfasst die Untersuchung und Behandlung von belasteten Acker-, Wiesen- oder Spezialkulturflächen sowie von betriebsnahen landwirtschaftlichen Teilarealen. Ziel ist nicht nur die Reduktion der Belastung, sondern auch der sachgerechte Umgang mit Oberboden, Unterboden und gewachsenem Untergrund. Je nach Situation gehören dazu Aushub, Separierung, Behandlung vor Ort oder extern, Ersatz belasteter Schichten sowie die Wiederherstellung eines für die Nutzung geeigneten Bodenaufbaus.
Typische Anlässe und betroffene Flächen
Sanierungen werden erforderlich, wenn landwirtschaftliche Böden durch punktuelle Ereignisse oder frühere Nutzungen belastet sind und daraus Nutzungseinschränkungen oder Umweltgefahren entstehen. Das betrifft etwa Flächen mit Schadstoffeinträgen aus Lagerung, Leckagen, Unfallereignissen, belastetem Auffüllmaterial oder ehemaligen betrieblichen Nutzungen im Umfeld von Hof- und Betriebsarealen. Relevant ist die Sanierung auch dann, wenn die Belastung die Bewirtschaftung, die Qualität des Ernteguts oder angrenzende Schutzgüter wie Grundwasser beeinflussen kann.
Sanierungsansätze auf Agrarflächen
Welche Massnahmen geeignet sind, hängt von Schadstoffart, Belastungstiefe, Bodenprofil, Wasserhaushalt und Zugänglichkeit der Fläche ab. In Frage kommen unter anderem der selektive Bodenaushub, der Ersatz belasteter Horizonte, Sicherungs- oder Trennschichten sowie standortbezogene Verfahren zur Behandlung oder Stabilisierung des Bodens. Auf landwirtschaftlichen Flächen ist zusätzlich relevant, wie Verdichtungen vermieden, Bodenhorizonte getrennt geführt und nach Abschluss wieder nutzungsfähig eingebaut werden.
Abgrenzung innerhalb der Bodensanierung
Innerhalb der übergeordneten Leistung Sanierung bezieht sich diese Leistung auf den konkreten Umgang mit belasteten landwirtschaftlichen Böden und deren spätere agronomische Nutzbarkeit. Von der Geschwisterleistung Bodensanierungsverfahren unterscheidet sie sich dadurch, dass nicht einzelne Methoden im Vordergrund stehen, sondern die Anwendung auf Agrarflächen mit ihren bodenkundlichen und bewirtschaftungsbezogenen Anforderungen. Mobile Koaleszenz-Filter gehören dagegen zur Behandlung bestimmter Flüssigphasen oder Abwässer auf der Baustelle und ersetzen keine eigentliche Sanierung des Bodens.