Was bei der Fahrzeugunterscheidung erfasst wird
Bei der Fahrzeugunterscheidung werden vorbeifahrende Fahrzeuge nicht nur gezählt, sondern nach Merkmalen einer Klasse zugeordnet. Je nach System erfolgt die Einteilung beispielsweise über Fahrzeuglänge, Achsmuster, Höhe, Fahrspurbezug oder andere messbare Signale. Das Ergebnis sind differenzierte Verkehrsdaten, etwa Anteile von Schwerverkehr oder die Verteilung nach Fahrzeuggruppen über bestimmte Zeiträume.
Typische Anwendungen im Lärmschutz und in Verkehrsanalysen
Die Unterscheidung nach Fahrzeugarten wird eingesetzt, wenn die Zusammensetzung des Verkehrs für eine Beurteilung relevant ist. Im Lärmschutz betrifft das unter anderem die Bewertung von Strassenabschnitten mit erhöhtem Lastwagenanteil oder die zeitliche Verteilung lärmintensiver Fahrzeuggruppen. Daneben wird sie für Verkehrserhebungen, Standortvergleiche, Wirkungsanalysen von Verkehrslenkung und die Plausibilisierung von Belastungsdaten verwendet.
Messprinzipien und Klassifikationsansätze
Für die Fahrzeugunterscheidung kommen unterschiedliche Erfassungsprinzipien in Frage, etwa sensorbasierte Systeme in oder an der Fahrbahn sowie berührungslose Messverfahren. Die Klassifikation kann grob ausfallen, zum Beispiel leichtes und schweres Fahrzeug, oder in mehrere Fahrzeugklassen unterteilt werden. Welche Genauigkeit erreichbar ist, hängt unter anderem vom Messprinzip, der Fahrbahnsituation, der Spurtrennung und den definierten Klassen ab.
Abgrenzung zu Geschwindigkeit und Verkehrsdichte
Innerhalb der Verkehrserfassungsgeräte unterscheidet sich die Fahrzeugunterscheidung klar von der Messung der Geschwindigkeit und der Verkehrsdichte. Geschwindigkeitsmessung liefert Bewegungsdaten pro Fahrzeug oder pro Fahrstrom, ohne zwingend die Fahrzeugart zu bestimmen. Verkehrsdichte bzw. Verkehrsmenge beschreibt die Anzahl von Fahrzeugen in einem Zeitraum. Fahrzeugunterscheidung ergänzt diese Werte um die Zusammensetzung des Verkehrs und ist besonders dann relevant, wenn nicht jedes Fahrzeug gleich bewertet werden kann.