Was bei Elementanalysen bestimmt wird
Untersucht wird die elementare Zusammensetzung einer Probe, also der Anteil einzelner Elemente wie Metalle oder anderer anorganischer Bestandteile. Grundlage sind Proben aus der Aussenluft, aus Innenräumen, aus Abgasströmen, aus Filtermaterialien oder aus Staubniederschlägen. Das Ergebnis zeigt nicht nur, ob ein Element nachweisbar ist, sondern auch in welcher Menge es im untersuchten Material vorkommt. Damit lassen sich Belastungen beschreiben, zeitlich vergleichen oder mit anderen Standorten in Beziehung setzen.
Typische Anwendungen in der Luftreinhaltung
Elementanalysen werden eingesetzt, wenn die Herkunft von Partikelbelastungen genauer eingegrenzt werden soll, etwa bei Industrieemissionen, Verkehrsstaub, Baustellen, Verbrennungsprozessen oder materialbedingten Einträgen. Sie sind auch relevant bei der Beurteilung von Staubablagerungen auf Oberflächen, bei Untersuchungen im Umfeld von Anlagen sowie bei der Analyse von Filterproben aus Messkampagnen. In Innenräumen können sie helfen, anorganische Belastungen aus technischen Prozessen, Materialien oder eingetragenem Aussenstaub zu unterscheiden.
Probenarten und Auswertungsformen
Je nach Fragestellung werden unterschiedliche Probenmatrizen untersucht, zum Beispiel Schwebstaubfilter, Staubsedimente, Wischproben oder Proben aus Emissionsmessungen. Die Analyse kann sich auf ein begrenztes Elementspektrum oder auf eine breitere Zusammensetzung beziehen. Häufig stehen Spurenelemente, Schwermetalle oder charakteristische Leitelemente im Fokus, wenn bestimmte Quellen überprüft werden sollen. Die Ergebnisse werden als Konzentrationen, Massenanteile oder als Vergleich mehrerer Probenreihen dargestellt.
Abgrenzung zu Chemischen Analysen und anderen Messleistungen
Innerhalb der übergeordneten Leistung Messung und Analyse sind Elementanalysen auf die Bestimmung einzelner chemischer Elemente ausgerichtet. Sie unterscheiden sich von Chemischen Analysen, die auch Verbindungen, Stoffgruppen oder weitere chemische Parameter umfassen können. Gegenüber allgemeinen Messungen liegt der Schwerpunkt nicht auf der laufenden Erfassung eines Messwerts vor Ort, sondern auf der laborbasierten Untersuchung entnommener Proben. Von Ausbreitungsrechnungen und Isolinienkarten unterscheiden sich Elementanalysen dadurch, dass sie reale Probenzusammensetzungen liefern, nicht modellierte Verteilungen im Raum.