Wie Isolinienkarten der Luftgüte aufgebaut sind
Eine Isolinienkarte verbindet Punkte mit gleichem Luftgütewert zu Linien oder Zonen. Dargestellt werden je nach Fragestellung Konzentrationen einzelner Schadstoffe, Belastungsindizes oder andere aus Luftgütedaten abgeleitete Kennwerte. Damit wird aus punktuellen Mess- oder Auswertungsdaten eine räumliche Interpretation, die Unterschiede, Übergänge und Belastungsschwerpunkte innerhalb eines Untersuchungsgebiets sichtbar macht.
Typische Einsatzbereiche in Luftgüteprojekten
Solche Karten werden eingesetzt, wenn Luftqualitätsdaten nicht nur tabellarisch, sondern räumlich beurteilt werden sollen. Das betrifft beispielsweise Siedlungsgebiete, Verkehrsachsen, Areale mit industriellen Emissionen oder grössere Untersuchungsräume im Rahmen von Umweltabklärungen. Auch für Vergleiche zwischen Teilgebieten, die Einordnung von Messstandorten oder die Darstellung von Belastungsgradienten sind Isolinienkarten geeignet.
Datengrundlagen und kartografische Ausprägungen
Die Qualität der Karte hängt von der Datengrundlage, der räumlichen Dichte der Messpunkte und der gewählten Auswertungsmethode ab. Verwendet werden können Messreihen, verdichtete Monitoringdaten oder bereits aufbereitete Resultate aus weiterführenden Luftgüteanalysen. Die Darstellung kann sich auf verschiedene Zeitbezüge stützen, etwa Momentaufnahmen, Mittelwerte oder definierte Auswerteperioden. Je nach Ziel der Untersuchung werden Isolinien, Flächenbänder oder farblich abgestufte Belastungszonen verwendet.
Abgrenzung zu Messungen und Ausbreitungsrechnungen
Innerhalb der Hierarchie gehört diese Leistung zur Messung und Analyse, weil vorhandene Luftgütedaten räumlich ausgewertet und visualisiert werden. Sie ist von Messungen zu unterscheiden: Dort werden die Daten erhoben, hier werden sie kartografisch interpretiert. Gegenüber Ausbreitungsrechnungen liegt der Schwerpunkt nicht auf der modellhaften Berechnung der Verfrachtung aus einer Quelle, sondern auf der Darstellung gleich hoher Luftgütewerte in einem Gebiet. Chemische Analysen, Elementanalysen oder komplette Emissionsmessanlagen liefern andere fachliche Grundlagen und sind nicht mit der kartografischen Aufbereitung gleichzusetzen.