Wirkprinzip in Abluft- und Abgasströmen
Katalysatoren beschleunigen definierte Reaktionen an einer aktiven Oberfläche. In der Luftreinhaltung werden damit je nach Auslegung unter anderem Kohlenmonoxid, unverbrannte Kohlenwasserstoffe oder Stickoxide in weniger problematische Verbindungen überführt. Die Wirksamkeit hängt von Faktoren wie Temperatur, Verweilzeit, Schadstoffkonzentration, Sauerstoffgehalt und möglichen Katalysatorgiften im Gasstrom ab.
Einsatz in industriellen und energietechnischen Anlagen
Katalysatoren kommen dort zum Einsatz, wo gasförmige Emissionen gezielt behandelt werden müssen. Typische Anwendungen sind Abgasstrecken aus Verbrennungsprozessen, Abluft aus thermischen oder chemischen Produktionsschritten sowie Anlagen zur Nachbehandlung von Prozessgasen. Sie werden meist in ein bestehendes Luftführungs- oder Abgassystem integriert und auf die vorhandenen Betriebsbedingungen abgestimmt.
Ausführungen nach Reaktion und Bauform
Unterschieden wird unter anderem zwischen Oxidationskatalysatoren, Reduktionskatalysatoren und kombinierten Systemen. Je nach Verfahren kommen unterschiedliche Trägermaterialien und Geometrien zum Einsatz, etwa wabenförmige Strukturen oder Schüttungen. Für die Auslegung sind neben dem Schadstoffspektrum auch Staubbelastung, Feuchte, Schwefelverbindungen und zulässige Druckverluste relevant.
Abgrenzung zu Filtern, Wäschern und Anlagenteilen
Katalysatoren behandeln vor allem gasförmige Schadstoffe durch chemische Umwandlung. Sie unterscheiden sich damit von Diesel-Partikelfiltern und Filtermedien, die Partikel abscheiden, sowie von Venturiwäschern, die Stoffe über eine Flüssigphase aus dem Gasstrom entfernen. Abluftklappen, Adsorptionsdichtklappen, Rohrleitungen und Ventilatoren übernehmen dagegen Strömungs-, Absperr- oder Transportfunktionen und ersetzen keine katalytische Reinigung.