Was bei einer Kaminsanierung erneuert oder angepasst wird
Bei einer Kaminsanierung wird ein bestehender Kamin so instand gesetzt, dass Abgase wieder sicher und geeignet abgeführt werden können. Je nach Ausgangslage betrifft dies den Innenquerschnitt, das Innenrohr, den Mündungskopf, schadhafte Abschnitte des Schachts oder Anschlusspunkte zur Feuerungsanlage. Ziel ist nicht eine allgemeine Modernisierung des Gebäudes, sondern die funktionale Wiederherstellung oder Anpassung des Abgaswegs.
Typische Anlässe für die Sanierung eines bestehenden Kamins
Sanierungsbedarf entsteht häufig bei älteren gemauerten Kaminen, nach einem Wechsel des Wärmeerzeugers oder bei sichtbaren Schäden am Kamin. Auch unpassende Zugverhältnisse, Feuchtigkeit im Schacht oder Ablagerungen können eine Überarbeitung erforderlich machen. In Bestandsgebäuden wird die Kaminsanierung oft dann relevant, wenn ein vorhandener Kamin weiter genutzt werden soll, ohne einen vollständig neuen Kaminzug zu erstellen.
Gängige Sanierungsarten im Bestand
Die Ausführung richtet sich nach Zustand, Nutzung und baulichen Gegebenheiten des bestehenden Kamins. Möglich sind beispielsweise das Einziehen eines neuen Innenrohrs, die Querschnittsanpassung, die Erneuerung einzelner Schachtbereiche oder die Sanierung des Kaminkopfs. Welche Lösung geeignet ist, hängt davon ab, welche Feuerungsanlage angeschlossen ist und wie der vorhandene Kamin konstruiert wurde.
Einordnung innerhalb der Kamintechnik
Kaminsanierung gehört innerhalb des Bereichs Kamine zur Bearbeitung bestehender Anlagen. Sie unterscheidet sich von Leistungen wie Stahlkamine, Betonkamine oder Glaskamine, bei denen Material- oder Systemarten für neue oder ersetzte Kamine im Vordergrund stehen. Auch von Abgasleitungen aus Kunststoff ist sie abzugrenzen: Diese bezeichnen eine bestimmte technische Ausführung, während Kaminsanierung die Erneuerung eines vorhandenen Abgaswegs beschreibt und verschiedene Ausführungen einschliessen kann.