Was ein Schnellanalysesatz umfasst
Ein Schnellanalysesatz ist auf einen bestimmten Messparameter und einen definierten Anwendungsbereich ausgelegt. Das Set enthält die für den Test erforderlichen Komponenten in abgestimmter Form, damit Proben ohne umfangreiche Laborvorbereitung geprüft werden können. Die Auswertung folgt einem standardisierten Ablauf und liefert je nach System einen qualitativen, semiquantitativen oder begrenzt quantitativen Wert.
Typische Anwendungen vor Ort
Eingesetzt werden Schnellanalysesätze bei Betriebs- und Prozesskontrollen, bei Wasser- und Abwasseruntersuchungen sowie bei Service- und Wartungseinsätzen. Sie eignen sich für Erstabklärungen nach Störungen, für wiederkehrende Stichproben und für mobile Kontrollen im Feld. Besonders zweckmässig sind sie dort, wo ein Messwert rasch eingeordnet werden muss und der Transport ins Labor vermieden werden soll.
Ausführungen und Auswertungsmethoden
Schnellanalysesätze unterscheiden sich nach Analyten, Reaktionsprinzip und Art der Ablesung. Je nach System erfolgt die Beurteilung über Farbskalen, Comparatoren, Tropfenzählung oder andere einfache Auswertehilfen. Daneben gibt es Einweg-Sets für einzelne Prüfungen und Systeme mit nachfüllbaren Reagenzien für regelmässige Anwendungen.
Abgrenzung zu verwandten Testverfahren
Innerhalb der allgemeinen Analysen und Testverfahren liegen Schnellanalysesätze zwischen sehr einfachen Hilfsmitteln und aufwendigeren Mess- oder Laborverfahren. Gegenüber Indikatorpapier bieten sie meist einen stärker geführten Prüfablauf und eine spezifischere Auswertung für einen einzelnen Parameter. Von Laboranalysen, Massenspektrometern oder Titratoren unterscheiden sie sich durch den geringeren Geräteaufwand und die schnellere Anwendung vor Ort, jedoch auch durch einen begrenzteren Informationsumfang.