Funktionsprinzip bei der Analyse von Gasgemischen
Gaschromatografen trennen die Bestandteile einer Probe, bevor diese detektiert und ausgewertet werden. Die Messung basiert in der Regel auf einer definierten Probenaufgabe, einer Trennung in der Säule und einer anschliessenden Signalerfassung durch geeignete Detektoren. Dadurch lassen sich einzelne Komponenten in komplexen Gasgemischen differenziert betrachten. Im Unterschied zu einfachen Gasmessgeräten steht nicht ein einzelner Messwert im Vordergrund, sondern die aufgeschlüsselte Zusammensetzung der Probe.
Einsatzfelder in Umwelt-, Energie- und Prozessanalytik
Typische Anwendungen liegen in der Untersuchung von Erdgas, Biogas, Deponiegas, Prozessgasen oder Emissionen. In der Umweltanalytik werden Chromatografen genutzt, wenn Stoffgemische mit mehreren relevanten Komponenten vorliegen und eine differenzierte Beurteilung erforderlich ist. In der Energietechnik dienen sie unter anderem der Charakterisierung von Brenn- und Prozessgasen. Auch in Laborumgebungen werden sie eingesetzt, wenn Gasproben reproduzierbar analysiert und dokumentiert werden müssen.
Geräteausführungen und Auswahlkriterien
Je nach Einsatzumgebung kommen Laborgeräte, online eingebundene Prozesschromatografen oder kompaktere Systeme für spezifische Messaufgaben in Frage. Die Auswahl richtet sich nach der Art des Gasgemischs, den zu bestimmenden Komponenten, der benötigten Nachweisempfindlichkeit, dem Automatisierungsgrad und der Einbindung in bestehende Anlagen. Relevant sind zudem Probenaufbereitung, Messzyklus, Datenanbindung und Anforderungen an den kontinuierlichen Betrieb. Da die Messaufgabe stark von Medium und Anwendung abhängt, unterscheiden sich Systeme teils deutlich im Aufbau.
Abgrenzung zu anderen Geräten im Bereich Gas
Chromatografen sind innerhalb der Gasmessung klar von Warngeräten, Warnanlagen und allgemeinen Messgeräten zu unterscheiden. Warngeräte erfassen typischerweise Grenzwertüberschreitungen oder das Vorhandensein bestimmter Gase, ohne eine vollständige Stofftrennung vorzunehmen. Druckregler und Volumenstrom-Messgeräte übernehmen medien- oder anlagentechnische Funktionen, analysieren aber keine Stoffzusammensetzung. Generatoren erzeugen Gase oder Hilfsmedien für den Betrieb, ersetzen jedoch keine chromatografische Analyse. Gegenüber der übergeordneten Kategorie Gas bezeichnet diese Leistung somit eine spezielle Gerätetechnik für die differenzierte Stoffanalyse.