Was Solar-Messgeräte messen
Solar-Messgeräte dienen zur Erfassung solarer Strahlung. Je nach Gerät werden momentane Einstrahlungswerte, zeitlich aufsummierte Strahlungsenergie oder Messwerte bezogen auf eine bestimmte Ausrichtung und Neigung erfasst. Die Daten helfen dabei, solare Einwirkungen auf Anlagen, Bauteile oder Standorte nachvollziehbar zu dokumentieren.
Typische Einsatzbereiche in Technik und Betrieb
Im Umfeld von Photovoltaikanlagen werden Solar-Messgeräte genutzt, um Einstrahlungsbedingungen mit dem Anlagenverhalten zu vergleichen. In der Gebäude- und Fassadenbewertung liefern sie Angaben zur Sonneneinwirkung auf einzelne Flächen. In Forschung, Umweltbeobachtung und Feldmessungen unterstützen sie die Beurteilung von Standorten, Witterungseinflüssen und saisonalen Verläufen.
Geräteformen und Messaufbau
Je nach Anwendung kommen stationär installierte Sensoren, portable Messgeräte oder in Datenlogger integrierte Messsysteme zum Einsatz. Unterschiede bestehen unter anderem in der Montageart, der Erfassung einzelner Flächen oder der Einbindung in bestehende Überwachungssysteme. Für belastbare Messreihen sind Ausrichtung, Verschattung, Befestigung und der Messzeitraum fachlich relevant.
Abgrenzung zu Wetter- und Klimamessgeräten
Innerhalb der Kategorie Temperatur, Feuchtigkeit und Wetter konzentrieren sich Solar-Messgeräte auf die Erfassung von Sonnenstrahlung. Sie unterscheiden sich damit von Anemometern und Windmessgeräten für Luftbewegung, von Feuchtemessgeräten für Feuchtewerte sowie von Temperaturmessung, Thermoelementen und Widerstandsthermometern für thermische Grössen. Wetterstationen fassen oft mehrere Messgrössen zusammen, während Solar-Messgeräte gezielt den solaren Anteil erfassen.