Stricker:in in der Bekleidung- & Modebranche
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Jetzt Firmenprofil erstellenMaschen sind mehr als Schlaufen aus Faden. In den Händen einer erfahrenen Strickerin oder eines erfahrenen Strickers werden sie zu Pullovern, Schals, Strümpfen, Mützen und technischen Textilien, die wärmen, schützen und gefallen. Strickerinnen und Stricker verarbeiten Garne aus Wolle, Baumwolle, Synthetikfasern oder Spezialgarnen zu gestrickten Textilien, entweder von Hand oder mithilfe industrieller Strickmaschinen. Ihr Beruf verbindet handwerkliches Können mit Materialkenntnis, Musterverständnis und einem feinen Gespür für Qualität. Im industriellen Bereich arbeiten Strickerinnen und Stricker an computergesteuerten Flach- oder Rundstrickmaschinen, die nach programmierten Mustern ganze Gestricke oder einzelne Teile wie Vorder- und Rückteile eines Pullovers produzieren. Die Fachperson richtet die Maschine ein, wählt das geeignete Garn, überwacht den Strickprozess und kontrolliert die fertigen Teile auf Gleichmässigkeit, Maschenbild und Massgenauigkeit. Fehler im Gestrick, Garnrisse oder Maschinenstörungen müssen frühzeitig erkannt und behoben werden, damit keine Ausschussware entsteht. Je nach Betrieb gehören auch die Nachbearbeitung, das Zusammennähen der Teile und die Qualitätskontrolle zur Arbeit. Die handwerkliche Handstrickerei hat daneben eine lange Tradition und erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Handgestrickte Stücke entstehen mit zwei Nadeln oder auf kleinen Handstrickmaschinen und zeichnen sich durch Einzigartigkeit, Individualität und hohen zeitlichen Aufwand aus. Viele Strickerinnen und Stricker, die handwerklich tätig sind, verkaufen ihre Produkte über eigene Kanäle, auf Märkten oder in kleinen Ateliers und bedienen damit eine wachsende Nachfrage nach hochwertigen, handgemachten Textilien. Eine eigenständige staatlich anerkannte Berufsausbildung zur Stricker:in gibt es in der Schweiz heute nicht mehr. Das Wissen wird überwiegend durch betriebliche Einarbeitung, interne Schulungen und langjährige Praxiserfahrung weitergegeben. Wer in der industriellen Strickerei arbeitet, bringt häufig eine Ausbildung als Textiltechnologin oder Textiltechnologe EFZ mit, die eine breite Grundlage in Textilherstellung, Maschinenkunde und Qualitätskontrolle vermittelt. Ergänzende Kurse bei Maschinenherstellern oder Garnproduzenten vertiefen das spezifische Fachwissen. Auf WAiSCH sind Strickerinnen und Stricker der Branche Bekleidung & Mode zugeordnet, da Strickwaren einen festen Platz in der Textil- und Modeindustrie einnehmen. Berührungspunkte bestehen mit dem Bereich Möbel & Einrichtung, wo gestrickte Heimtextilien wie Decken, Kissen und Teppiche zunehmend gefragt sind, sowie Landwirtschaft, wo Wollverarbeitung eng mit der Schaf- und Alpakahaltung verbunden ist. Strickerinnen und Stricker arbeiten in Textilbetrieben, Strickwarenfabriken, kleinen Ateliers oder als selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker. Wer ein gestricktes Stück in den Händen hält, spürt den Unterschied zu allem anderen.
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