Was UX- und UI-Design in Projekten umfasst
UX beschreibt die Nutzung aus Sicht der Anwenderinnen und Anwender: Abläufe, Verständlichkeit, Orientierung, Aufgabenführung und Interaktionen. UI betrifft die konkrete Oberfläche, also Layout, Bedienelemente, visuelle Hierarchien, Zustände und Designmuster. In der Praxis werden beide Bereiche oft gemeinsam bearbeitet, weil Struktur und Oberfläche eng zusammenhängen. Typische Ergebnisse sind Nutzerflüsse, Wireframes, Klickprototypen, Screen-Designs und Gestaltungsrichtlinien.
Typische Einsatzkontexte für digitale Anwendungen
UX/UI-Leistungen werden bei neuen digitalen Produkten ebenso eingesetzt wie bei der Überarbeitung bestehender Anwendungen. Häufige Kontexte sind Unternehmenswebsites, Kundenportale, E-Commerce, mobile Apps, interne Tools und branchenspezifische Fachsysteme. Auch bei komplexen Formularstrecken, Self-Service-Prozessen oder Dashboards ist die Gestaltung der Nutzungsschritte ein eigenes Arbeitspaket. Im B2B-Umfeld steht oft die effiziente Bearbeitung klar definierter Aufgaben im Vordergrund.
Arbeitsebenen von Research bis Designsystem
Je nach Projekt reicht die Leistung von der Analyse bestehender Nutzungsmuster bis zur Ausarbeitung konsistenter Oberflächen. Dazu können Anforderungsaufnahme, Persona- oder Zielgruppenmodelle, Informationsarchitektur, Navigationskonzepte, Interaktionsmuster, Prototyping und visuelle Ausgestaltung gehören. Bei grösseren Plattformen werden häufig Komponentenbibliotheken oder Designsysteme definiert, damit Oberflächen über mehrere Module hinweg einheitlich bleiben. Der konkrete Umfang hängt davon ab, ob ein Produkt neu konzipiert, erweitert oder gezielt optimiert wird.
Abgrenzung zu Testing, Technologieberatung und Betrieb
UX/UI-Design befasst sich mit der Konzeption und Gestaltung der Nutzung, nicht mit dem technischen Betrieb einer Lösung. Im Unterschied zu Testing liegt der Fokus nicht auf der formalen Prüfung von Funktionen oder Fehlern, sondern auf Struktur, Verständlichkeit und Bedienbarkeit; Nutzertests können aber Teil eines UX-Prozesses sein. Gegenüber Technologieberatung geht es weniger um Systemauswahl oder Architekturentscheidungen als um die Ausgestaltung der Interaktion. Themen wie Systemadministration, Maintenance und Wartung oder Reparaturservice betreffen den laufenden Betrieb und liegen ausserhalb der eigentlichen Designleistung.