Was Zweikomponenten Dosier-Mischanlagen für Epoxydharze leisten
Diese Anlagen verarbeiten zwei reaktive Komponenten getrennt bis zum Mischpunkt und stellen das vorgegebene Verhältnis von Epoxydharz und Härter sicher. Je nach Aufbau erfolgt die Förderung über Pumpen, Druckbehälter oder andere materialgeeignete Zuführsysteme. Nach dem Dosieren werden die Komponenten statisch oder dynamisch gemischt und anschliessend aufgetragen, vergossen oder eingespritzt. Damit lässt sich die Harzverarbeitung in manuellen, halbautomatischen oder integrierten Produktionsabläufen kontrolliert abbilden.
Typische Anwendungen mit Epoxydharzen
Eingesetzt werden solche Anlagen unter anderem beim Kleben, Vergiessen, Abdichten, Laminieren oder beim Herstellen von Bauteilen mit reaktiven Harzsystemen. In der Kunststoffbranche kommen sie beispielsweise dann zum Zug, wenn Bauteile vergossen, elektronische Komponenten geschützt oder Faserverbunde mit Harz versorgt werden. Auch bei Dosieraufgaben mit kleinen Austragsmengen oder bei kontinuierlicher Materialzufuhr in Serienprozessen sind sie relevant. Welche Ausführung geeignet ist, hängt vom Materialsystem, der Verarbeitungszeit und der geforderten Dosiergenauigkeit ab.
Anlagenausführungen und verfahrensrelevante Unterschiede
Für Epoxydharze gibt es unterschiedliche Anlagenkonzepte, etwa für niederviskose oder hochviskose Systeme, für kleine Mischmengen oder für grössere Austragsleistungen. Je nach Material und Prozess werden Komponenten temperiert, entlüftet oder mit separaten Materialkreisläufen geführt. Auch die Wahl zwischen Einwegmischer und wiederverwendbarem Mischsystem sowie zwischen diskontinuierlicher und kontinuierlicher Dosierung beeinflusst die Auslegung. Bei gefüllten oder abrasiven Epoxydsystemen sind zudem Materialverträglichkeit und Verschleissverhalten der medienberührten Teile relevant.
Abgrenzung zu Anlagen für Lacke und Oberflächenbehandlung
Innerhalb der Zweikomponenten Dosier-Mischanlagen ist die Ausführung für Epoxydharze auf reaktive Harz-Härter-Systeme mit entsprechender Verarbeitungslogik ausgelegt. Anlagen für Farbauftrag und Lackauftrag sind stärker auf Beschichtungsprozesse, Sprühtechnik und Oberflächenfinish ausgerichtet. Systeme für Oberflächenbehandlung, etwa im Korrosionsschutz, beziehen sich vor allem auf den Auftrag funktionaler Schutzschichten auf Substrate. Die Ausführung für Epoxydharze deckt dagegen auch Verguss-, Klebe- und Laminierprozesse ab, bei denen das Reaktionsverhalten des Materials und das Mischverhältnis prozessbestimmend sind.