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Gemischte Kunststoffe

Gemischte Kunststoffe bezeichnen Kunststoffabfälle, die aus mehreren Polymerarten bestehen oder im Sammelstrom nicht sortenrein vorliegen. In der Abfallverwertung erfordert diese Fraktion andere Verfahren als reine Kunststoffe, weil Trennung, Aufbereitung und stoffliche Eignung je nach Zusammensetzung stark variieren. Typisch sind gemischte Verpackungen, Produktionsreste aus verschiedenen Materialien oder unsortierte Sammelware.

Was unter gemischten Kunststoffen verstanden wird

Zur Fraktion der gemischten Kunststoffe gehören Abfälle, bei denen verschiedene Kunststoffarten gemeinsam anfallen oder nach der Erfassung nicht sauber getrennt sind. Dazu zählen etwa Mischungen aus PE, PP, PS oder anderen Polymeren innerhalb eines Sammelstroms. Für die Verwertung ist entscheidend, wie stark die Materialien vermischt sind, ob Störstoffe vorhanden sind und ob eine nachträgliche Sortierung technisch und wirtschaftlich möglich ist. Die Einstufung erfolgt daher nicht nur nach dem sichtbaren Material, sondern auch nach Reinheit, Herkunft und Verarbeitbarkeit.

Typische Anfallstellen und Materialströme

Gemischte Kunststoffe entstehen in kommunalen Sammlungen, bei Gewerbeabfällen, im Rückbau, in Logistikprozessen oder in der industriellen Produktion. Häufig handelt es sich um Verpackungen, Foliengemische, Formteile, Ausschussware oder Restfraktionen aus Sortieranlagen. Auch vorsortierte Kunststoffströme können als gemischt gelten, wenn mehrere Polymerarten gemeinsam verbleiben. Die Herkunft beeinflusst die weitere Behandlung, weil Verschmutzungsgrad, Fremdstoffe und Materialkonstanz je nach Quelle deutlich unterschiedlich ausfallen.

Aufbereitung und Verwertung dieser Fraktion

Die Verarbeitung gemischter Kunststoffe beginnt in der Regel mit Sichtung, Sortierung, Zerkleinerung und dem Entfernen von Störstoffen. Je nach Materialstrom können weitere Trennschritte erforderlich sein, etwa nach Kunststoffart, Dichte, Farbe oder Produktform. Wenn eine ausreichend homogene Fraktion hergestellt werden kann, ist eine stoffliche Verwertung möglich; bei stark heterogenen oder belasteten Strömen kommen andere Verwertungswege in Betracht. Entscheidend sind dabei nicht nur die Polymermischung, sondern auch Anhaftungen, Feuchtigkeit, Metallanteile oder Verbundbestandteile.

Abgrenzung zu reinen Kunststoffen und Materialgemengen

Innerhalb der Abfallverwertung steht diese Leistung zwischen sortenreinen Kunststofffraktionen und komplexeren Gemengen aus Kunststoffen und anderen Werkstoffen. Reine Kunststoffe lassen sich in der Regel gezielter aufbereiten, weil Materialtyp und Qualität klarer bestimmt sind. Gemenge von Kunststoffen und anderen Werkstoffen umfassen dagegen zusätzlich Materialien wie Metall, Papier, Holz oder Textilien und stellen damit andere Anforderungen an die Trennung. Gemischte Kunststoffe beziehen sich spezifisch auf Kunststofffraktionen, bei denen die Herausforderung in der Mischung mehrerer Kunststoffarten liegt.

8 Anbieter

Die folgenden Unternehmen sind im Bereich gemischte Kunststoffe innerhalb der Abfallverwertung tätig. Die Einträge können sich nach Materialstrom, Aufbereitungstiefe und Annahmekriterien unterscheiden.
Switzerland
abfallwirtschaft schweiz GmbH - WAiSCH

abfallwirtschaft schweiz GmbH

6362 Stansstad
Switzerland
InnoRecycling AG - WAiSCH

InnoRecycling AG

8360 Eschlikon TG
Switzerland
Polytechnik Swiss AG - WAiSCH

Polytechnik Swiss AG

6405 Immensee

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Switzerland
Borema Umwelttechnik AG - WAiSCH

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Switzerland
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MCAM Symalit AG, Polymer Recycling - WAiSCH

MCAM Symalit AG, Polymer Recycling

5600 Lenzburg
Switzerland
A. & J. Stöckli AG - WAiSCH

A. & J. Stöckli AG

8754 Netstal
Switzerland
Ortek AG - WAiSCH

Ortek AG

5634 Merenschwand

Fragen & Antworten zu Gemischte Kunststoffe

  • Was ist der Unterschied zwischen gemischten und reinen Kunststoffen?

    Reine Kunststoffe bestehen aus einer klar definierten Kunststoffart oder einer sortenreinen Fraktion. Gemischte Kunststoffe enthalten mehrere Kunststoffarten in einem gemeinsamen Materialstrom.

  • Sind gemischte Kunststoffe automatisch nicht recycelbar?

    Nein. Die Verwertbarkeit hängt von Zusammensetzung, Reinheit und Trennbarkeit des Materials ab.

  • Welche Fremdstoffe erschweren die Verwertung?

    Typisch sind Metalle, Papier, organische Rückstände, Feuchtigkeit, Etiketten, Verbundschichten oder andere nicht kunststoffbasierte Bestandteile.

  • Warum ist die Herkunft des Materials relevant?

    Die Herkunft gibt Hinweise auf Materialkonstanz, Verschmutzung und den zu erwartenden Sortieraufwand.


Weitere Leistungen unter
Abfallverwertung

  • Reine Kunststoffe
    13 Firmen
  • Gemenge von Kunststoffen und anderen Werkstoffen
    5 Firmen

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