Funktion von Manometerscheiben an Druckmessanschlüssen
Manometerscheiben sind auf den Einbau an Anschlüssen von Manometern, Armaturen oder ähnlichen Bauteilen abgestimmt. Im Unterschied zu allgemeinen Scheiben werden sie für eine konkrete Anschlussgeometrie vorgesehen und übernehmen dort je nach Ausführung eine Dicht-, Zwischenlage- oder Abstandsfunktion. Kunststoff wird eingesetzt, wenn chemische Beständigkeit, elektrische Isolation oder ein materialschonender Kontakt zur Gegenfläche verlangt sind.
Einsatzbereiche in Sanitär-, Heizungs- und Anlagentechnik
Typische Anwendungen liegen in Installationen, in denen Druckmessgeräte in Leitungen, Armaturen oder Verteilern eingebunden werden. Dazu zählen Heizungs- und Sanitärsysteme, technische Gebäudeausrüstung sowie industrielle Medienführungen. Manometerscheiben kommen dort zum Einsatz, wo die Verbindung zwischen Messgerät und Anschlussstück konstruktiv eine passende Scheibe oder Dichtzwischenlage vorsieht.
Ausführungen nach Abmessung, Werkstoff und Anschlussart
Manometerscheiben werden in unterschiedlichen Innendurchmessern, Aussendurchmessern und Dicken gefertigt, damit sie zur jeweiligen Verschraubung passen. Je nach Einsatzmedium und Temperaturbereich kommen verschiedene Kunststoffe oder faserverstärkte Werkstoffe in Frage. Relevante Unterschiede ergeben sich zudem aus harter oder elastischer Ausführung, aus der Oberflächenbeschaffenheit sowie aus der Frage, ob die Scheibe primär dichten oder lediglich abstützen soll.
Abgrenzung zu Unterlegscheiben, Manschetten und Muffen
Manometerscheiben sind keine allgemeinen Unterlegscheiben. Unterlegscheiben dienen vor allem der Lastverteilung unter Schraubenköpfen oder Muttern, während Manometerscheiben auf Messgeräteanschlüsse und deren funktionale Anforderungen bezogen sind. Von Manschetten unterscheiden sie sich durch ihre flache, scheibenförmige Bauart; von Muffen durch die fehlende Funktion als verbindendes Hülsen- oder Kupplungsteil.