Was unter Schraub- in der Kunststoff-Verbindungstechnik fällt
Unter Schraub- werden Kunststoffartikel zusammengefasst, die eine Verbindung durch Einschrauben, Festziehen, Abdecken oder Sichern unterstützen. Dazu gehören etwa Schrauben, Schraubenbuchsen, Schraubendeckel, Schraubenräder und Schraubensicherungen. Je nach Teil übernimmt der Kunststoff eine tragende, führende, isolierende, schützende oder bedienbare Funktion.
Typische Anwendungen im Bereich Bauen
Im Bauumfeld werden schraubbezogene Kunststoffteile dort eingesetzt, wo korrosionsarme, leichte oder elektrisch nicht leitende Komponenten gefragt sind. Das betrifft zum Beispiel Abdeckungen, Gehäuse, Installationsbereiche, Verkleidungen oder montagebezogene Hilfsteile. Auch bei Justage-, Fixier- oder Verschlussfunktionen werden Kunststofflösungen verwendet, sofern die mechanischen Anforderungen zur gewählten Ausführung passen.
Unterkategorien von Schraub-
Schrauben dienen der eigentlichen Verbindung zwischen Bauteilen. Schraubenbuchsen nehmen Schrauben auf oder schaffen definierte Gewinde- beziehungsweise Führungsbereiche in einem Bauteil. Schraubendeckel verschliessen Öffnungen durch Auf- oder Zuschrauben, während Schraubenräder für manuelles Verstellen und Anziehen ausgelegt sind. Schraubensicherungen reduzieren das Risiko eines unbeabsichtigten Lösens durch Bewegung, Vibration oder wiederholte Nutzung.
Abgrenzung zu Muttern, Nieten und anderen Verbindungselementen
Schraub- unterscheidet sich von Muttern und Unterlegscheiben dadurch, dass hier nicht nur Gegenstücke oder Auflageelemente erfasst sind, sondern Bauteile mit schraubender Hauptfunktion. Gegenüber Nieten handelt es sich um lösbare statt dauerhaft verformte Verbindungen. Dübel gehören ebenfalls nicht in diese Gruppe, da sie primär der Verankerung im Untergrund dienen. Gewindebuchsen und Gewindehülsen sind nahe verwandt, werden aber als eigene Bauteilkategorie geführt, wenn ihre Funktion auf die Gewindeaufnahme ohne eigentliche Schraubbewegung beschränkt ist.