Aufbau und Funktion von Fasspumpen
Eine Fasspumpe besteht in der Regel aus einem schlanken Pumpwerk, das in das Gebinde eingeführt wird, und einem passenden Antrieb. Dadurch lassen sich Flüssigkeiten direkt aus Fässern, Kanistern oder vergleichbaren Behältern fördern. Die Auslegung richtet sich nach Eigenschaften des Mediums wie Viskosität, chemischer Beständigkeit, Temperatur und gewünschter Förderleistung. Je nach System sind auch ein dosierter Auslauf oder ein nahezu restarmes Entleeren des Gebindes vorgesehen.
Einsatz im industriellen Flüssigkeits-Handling
Fasspumpen werden eingesetzt, wenn Flüssigkeiten aus Originalgebinden in Prozesse, Mischbehälter, Dosierstationen oder kleinere Zwischengebinde überführt werden. Typische Anwendungen finden sich bei Chemikalien, Reinigungsmedien, Additiven, Ölen oder anderen Prozessflüssigkeiten, sofern die Pumpe dafür geeignet ist. In der Kunststoffbranche betrifft das unter anderem Hilfs- und Betriebsstoffe, die nicht aus fest installierten Tanks, sondern direkt aus Liefergebinden entnommen werden. Der Einsatz ist besonders dann sinnvoll, wenn Gebindewechsel häufig vorkommen oder Medien getrennt geführt werden müssen.
Ausführungen nach Medium, Antrieb und Werkstoff
Fasspumpen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, damit sie zu Medium und Umgebung passen. Unterschieden wird unter anderem nach Antriebsart, etwa manuell, elektrisch oder druckluftbetrieben, sowie nach den medienberührten Werkstoffen. Für chemisch anspruchsvolle Flüssigkeiten kommen oft kunststoffbasierte Ausführungen infrage, während bei anderen Medien metallische Werkstoffe verwendet werden. Auch bei Dichtungen, Schläuchen und Auslaufkomponenten muss die Materialverträglichkeit mit dem Fördermedium berücksichtigt werden.
Abgrenzung zu Kreiselpumpen und Wasserstrahlpumpen
Innerhalb der übergeordneten Leistung Pumpen sind Fasspumpen auf die Entnahme aus einzelnen Gebinden spezialisiert. Kreiselpumpen werden dagegen häufig in fest installierten Leitungs- oder Anlagensystemen eingesetzt und nicht primär für das direkte Entleeren von Fässern ausgelegt. Wasserstrahlpumpen arbeiten nach einem anderen Prinzip und dienen anderen technischen Aufgaben als der gezielten Gebindeentleerung. Fasspumpen sind damit eine klar abgegrenzte Lösung für mobile oder gebindebezogene Förderprozesse im Flüssigkeits-Handling.