Funktionsprinzip von Wasserstrahlpumpen
Bei Wasserstrahlpumpen wird eine Treibflüssigkeit durch eine Düse beschleunigt. Der entstehende Strahl erzeugt im Saugbereich einen Unterdruck, sodass Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten angesaugt und mit dem Treibstrom weitergeleitet werden können. Das Grundprinzip beruht auf Strömung und Geometrie, nicht auf mechanisch bewegten Förderelementen im Förderraum.
Typische Anwendungen im industriellen Flüssigkeits-Handling
Wasserstrahlpumpen werden unter anderem für das Erzeugen von Vakuum, das Absaugen von Prozessmedien oder das Fördern und Vermischen von Flüssigkeitsströmen eingesetzt. In industriellen Umgebungen sind sie dort sinnvoll, wo ein kontinuierlicher Treibstrom verfügbar ist und die Prozessführung eine kompakte, vergleichsweise einfache Bauart verlangt. In der Kunststoffbranche sind sie zudem in Systemen interessant, in denen metallische Werkstoffe wegen chemischer Belastung nicht erste Wahl sind.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Unterschiede bestehen vor allem bei Werkstoff, Anschlussart, Baugrösse und dem Verhältnis zwischen Treibstrom, Saugvermögen und erreichbarem Unterdruck. Bei Kunststoffausführungen richtet sich die Auswahl nach der Beständigkeit gegenüber Medium, Temperatur und Einsatzumgebung. Ebenfalls relevant sind die Einbausituation, die Qualität der Treibflüssigkeit sowie die Frage, ob die Pumpe primär für Flüssigkeiten, Gase oder kombinierte Prozesse ausgelegt ist.
Abgrenzung zu Fasspumpen und Kreiselpumpen
Innerhalb der Leistung Pumpen unterscheiden sich Wasserstrahlpumpen klar von Fasspumpen und Kreiselpumpen. Fasspumpen sind auf das Entleeren von Fässern, Containern oder ähnlichen Gebinden ausgerichtet. Kreiselpumpen fördern Flüssigkeiten mit einem rotierenden Laufrad und sind für klassische Förderaufgaben in Leitungen und Anlagen ausgelegt. Wasserstrahlpumpen arbeiten dagegen mit einem Treibmedium und eignen sich besonders für Unterdruck-, Injektor- oder Mitreissprozesse.