Was bei geblasenen Verpackungen hergestellt wird
Beim Blasverfahren entsteht ein Hohlkörper, indem ein erwärmter Kunststoffschlauch oder Vorformling in einem Werkzeug mit Luft an die Formwand angelegt wird. So lassen sich Verpackungen mit geschlossenem Volumen fertigen, etwa Flaschen, Kanister, Dosen oder technische Behälter. Typisch sind Produkte, bei denen Formstabilität, Füllraum und eine definierte Mündung zusammenkommen müssen.
Typische Einsatzformen in der Verpackung
Geblasene Verpackungen werden für flüssige, viskose oder rieselfähige Inhalte eingesetzt, sofern ein eigenständiger Hohlkörper benötigt wird. Häufig sind Einzelverpackungen mit Schraubhals, Tragegriff, Stapelflächen oder grösserem Füllvolumen. Auch Zwischen- und Transportbehälter aus Kunststoff können in diese Kategorie fallen, wenn sie als geblasene Hohlkörper ausgeführt sind.
Ausprägungen nach Form, Material und Aufbau
Die Ausführung richtet sich unter anderem nach Volumen, Wandverteilung, Öffnungsbereich und Anforderungen an Handhabung oder Dichtigkeit. Je nach Produkt kommen unterschiedliche Kunststoffe und Verfahrensvarianten infrage, etwa für transparente oder opake Verpackungen, einfache Behältergeometrien oder komplexere Formen mit Griffen und Konturen. Auch ein mehrschichtiger Aufbau kann relevant sein, wenn bestimmte Barriere- oder Schutzfunktionen gefordert sind.
Abgrenzung zu PET, geschäumten und gespritzten Verpackungen
„Geblasen“ unterscheidet sich von „aus PET (transparent)“, weil dort das Materialbild und nicht das Herstellprinzip im Vordergrund steht. Von „geschäumt“ grenzt sich die Leistung durch den massiven Hohlkörper ohne aufgeschäumte Zellstruktur ab. Gegenüber „gespritzt“ liegt der Unterschied in der Formgebung: Spritzguss eignet sich vor allem für massive Teile oder offene Behälter, während das Blasverfahren auf geschlossene Hohlkörper ausgerichtet ist.