Was unter FK-Karosserien fällt
Zur Leistung gehören Karosserieteile und Karosseriestrukturen, die aus faserverstärkten Kunststoffen hergestellt werden. Dazu zählen je nach Ausführung äussere Beplankungen, tragende oder teiltragende Schalen, Verkleidungselemente sowie zusammengefügte Aufbaugruppen. Der Werkstoffverbund besteht aus einer Kunststoffmatrix und verstärkenden Fasern; die konkrete Materialwahl richtet sich nach den mechanischen, thermischen und gestalterischen Anforderungen des jeweiligen Bauteils.
Einsatzbereiche in Fahrzeugbau und mobilen Anlagen
FK-Karosserien werden dort eingesetzt, wo grossflächige, formgebende und witterungsbeanspruchte Bauteile benötigt werden. Typische Anwendungen sind Aufbauten und Aussenbauteile von Nutzfahrzeugen, Sonderfahrzeugen, Anhängern, Schienenfahrzeugen oder mobilen Arbeitsmaschinen. Auch Kabinen, Fahrerhauskomponenten und äussere Maschinenverkleidungen können in diesen Bereich fallen, sofern sie karosserieartige Funktionen übernehmen.
Bauarten, Oberflächen und konstruktive Ausführung
Je nach Anforderung werden monolithische Laminatbauteile, verstärkte Schalen oder Sandwichkonstruktionen eingesetzt. Relevant sind dabei unter anderem Oberflächenqualität, Steifigkeit, Kantenaufbau, integrierte Verstärkungen, Ausschnitte sowie die Einbindung von Befestigungs- und Montagepunkten. Karosserien können als sichtfähige Formteile, mit beschichteter Oberfläche oder als weiter zu bearbeitende Rohteile ausgeführt sein.
Abgrenzung zu Hauben, Gehäusen und anderen Kunststoffteilen
Innerhalb des Bereichs Maschinenbau und Fahrzeugbau bezeichnet diese Leistung die äussere Form- und Schutzstruktur eines Fahrzeugs oder einer grösseren Aufbaugruppe. Davon zu unterscheiden sind Hauben oder Motorenhauben als einzelne Abdeckungen, Gehäuse als umschliessende Bauteile für Aggregate sowie Verglasungen oder Windschutzscheiben als transparente Komponenten. Auch Achsen, Räder, Riemen, Lager oder Getriebeteile gehören nicht zu dieser Leistung, selbst wenn sie im selben Fahrzeug verbaut werden.