Funktion von Kunststoff-Laufschienen
Kunststoff-Laufschienen bilden die Kontakt- und Führungsfläche für bewegte Teile. Sie nehmen Gleitbewegungen auf, halten Bauteile in einer vorgegebenen Bahn oder schützen angrenzende Konstruktionsteile vor direktem Verschleiss. In technischen Anlagen werden sie häufig so ausgelegt, dass sie über längere Strecken gleichmässige Bewegungsabläufe unterstützen und sich in bestehende Metall- oder Kunststoffkonstruktionen integrieren lassen.
Typische Anwendungen in Maschinenbau und Fahrzeugbau
Verwendet werden Laufschienen unter anderem in Förderanlagen, Schiebe- und Führungssystemen, Verkleidungen mit bewegten Elementen sowie in mechanischen Baugruppen mit wiederkehrenden Linearbewegungen. Im Fahrzeugbau können sie in Abdeckungen, Sitz- oder Innenraumsystemen sowie in technischen Nebenaggregaten eingesetzt werden, sofern eine gleitende Führung statt einer rollenden Lagerung vorgesehen ist. Auch bei transportnahen Anlagen kommen sie dort vor, wo Werkstücke, Ketten oder Mitnehmer entlang einer festen Bahn geführt werden.
Ausführungen nach Geometrie, Einbau und Beanspruchung
Laufschienen unterscheiden sich vor allem durch Profilform, Einbaulage, Befestigungsart und die vorgesehene Belastung. Je nach Anwendung werden einfache gerade Leisten, profilierte Führungen, austauschbare Gleitauflagen oder schienengeführte Bauteile verwendet. Für die Auswahl sind unter anderem Reibverhalten, Temperaturbereich, Feuchtigkeit, chemische Einflüsse, Schmutzanfall und die zu erwartende mechanische Beanspruchung relevant. Ebenso spielt die Frage eine Rolle, ob die Schiene tragend wirkt oder nur als gleitende Kontaktfläche dient.
Abgrenzung zu Rollen, Lagern und anderen Kunststoffteilen
Laufschienen sind keine rotierenden Elemente, sondern fest montierte Führungs- oder Gleitbahnen. Im Unterschied zu Laufrollen, Laufrädern oder Rädern erzeugen sie keine abrollende, sondern eine gleitende Bewegung. Gegenüber Lagern oder Achsen übernehmen sie in der Regel nicht die Lagerfunktion eines drehenden Bauteils, sondern die lineare Führung oder Auflage. Von Zahnstangen unterscheiden sie sich dadurch, dass sie nicht der Kraftübertragung über eine Verzahnung dienen. Innerhalb der Hierarchie gehören sie damit zu funktionalen Kunststoffteilen für Bewegungsführung im Maschinenbau und Fahrzeugbau.