Aufbau und Funktion von Zellkulturschalen
Zellkulturschalen bestehen in der Regel aus einer flachen Schale mit passendem Deckel. Die grosse, offene Kulturfläche erleichtert das Einbringen von Zellen, das Verteilen des Mediums und den direkten Zugriff mit Pipetten oder Instrumenten. Durch die flache Geometrie lassen sich Zellwachstum, Morphologie und Konfluenz gut visuell beurteilen.
Typische Anwendungen im Laboralltag
Zellkulturschalen werden häufig für adhärente Zellkulturen verwendet, bei denen Zellen auf einer Oberfläche anwachsen. Sie eignen sich für Routinekultivierung, Passagierung, Beobachtung unter dem Mikroskop sowie für Arbeitsschritte, bei denen ein direkter Zugang zur Kultur benötigt wird. Auch bei kurzen bis mittleren Kultivierungsphasen oder bei Versuchsansätzen mit überschaubarer Probenzahl sind sie verbreitet.
Ausführungen nach Oberfläche, Geometrie und Materialeigenschaften
Je nach Anwendung unterscheiden sich Zellkulturschalen unter anderem in Durchmesser, Randgestaltung, Transparenz und Oberflächenbeschaffenheit. Relevant sind insbesondere Oberflächen für adhärente Zelltypen oder Varianten ohne entsprechende Behandlung für andere Anwendungen. Je nach Laborprozess können zudem Anforderungen an Sterilität, Einzelverpackung oder optische Eignung für die Auswertung bestehen.
Abgrenzung zu Zellkulturflaschen, Röhrchen und Testplatten
Im Unterschied zu Zellkulturflaschen sind Zellkulturschalen offener zugänglich und auf Arbeiten an einer frei einsehbaren Kulturfläche ausgelegt. Zellkulturröhrchen decken eher kleine Volumina oder spezielle Prozessschritte ab und ersetzen keine klassische Kultivierungsfläche. Gegenüber Zellkulturtestplatten mit mehreren Wells sind Zellkulturschalen für Einzelansätze gedacht, während Testplatten vor allem parallele Versuche, Vergleichsreihen und standardisierte Assays unterstützen.