Werkstoffbild und typische Eigenschaften
Bei halbhartem Integralschaum entsteht im Werkzeug eine kompaktere Randzone, während der innere Bereich geschäumt bleibt. Dadurch lassen sich Bauteile mit relativ geringem Gewicht und einer geschlossenen, belastbaren Oberfläche herstellen. Charakteristisch ist die Kombination aus Formhaltigkeit, begrenzter Elastizität und einer Oberfläche, die direkt aus dem Formprozess resultieren kann.
Einsatz bei funktionalen PUR-Formteilen
Halbharter Integralschaum wird für Formteile verwendet, die eine definierte Geometrie mit leichter Nachgiebigkeit verbinden sollen. Typische Anwendungen sind Griffkörper, Armauflagen, Bedienelemente, Abdeckungen, Schutzteile oder Gehäusekomponenten mit haptisch angenehmer und zugleich widerstandsfähiger Aussenhaut. Geeignet ist die Ausführung dort, wo weiche Schäume zu wenig Formstabilität bieten und harte Varianten zu unnachgiebig wären.
Ausprägungen bei Oberfläche, Härte und Bauteilaufbau
Innerhalb des halbharten Bereichs variieren Formteile unter anderem in Oberflächenstruktur, Wandaufbau, Verdichtungsgrad der Aussenhaut und im Verhältnis zwischen Steifigkeit und Elastizität. Je nach Konstruktion können Kanten, Radien, konturierte Sichtflächen oder funktionale Zonen im Werkzeug mitgebildet werden. Ebenfalls relevant sind Einlegeteile, Befestigungspunkte oder Übergänge zu anderen Werkstoffen, sofern sie im Formteilkonzept vorgesehen sind.
Abgrenzung zu anderen PUR-Formteilarten
Als Unterbereich von PUR-Formteilen unterscheidet sich halbharter Integralschaum sowohl von harten als auch von weichen Integralschaum-Ausführungen. Gegenüber Integralschaum-, hart ist er nachgiebiger und weniger steif; gegenüber Integralschaum-, weich bleibt die Form deutlicher erhalten. Im Unterschied zu Kompakt-, flexibel und Kompakt-, hart handelt es sich nicht um einen durchgehend kompakten Materialaufbau, sondern um ein Bauteil mit geschäumtem Kern und verdichteter Aussenhaut.