Werkstoffbild von kompakt-flexiblen PUR-Formteilen
Kompakt-flexible PUR-Formteile bestehen aus einem vergleichsweise dichten Polyurethan-Werkstoff mit elastischen Eigenschaften. «Kompakt» beschreibt dabei den Materialaufbau im Unterschied zu geschäumten Varianten, «flexibel» das nachgiebige Verhalten unter Biege-, Druck- oder Kontaktbelastung. Das Ergebnis sind Formteile, die sich kontrolliert verformen und innerhalb ihrer Auslegung wieder in ihre Ausgangsform zurückkehren.
Typische Funktionen und Einsatzsituationen
Diese Ausführung wird für Bauteile eingesetzt, die nicht starr sein sollen, aber dennoch eine definierte Form und Funktion behalten müssen. Typisch sind Anwendungen mit Dämpfung, Auflage, Schutz, Führung oder anpassender Lagerung. Kompakt-flexible PUR-Formteile kommen dort in Betracht, wo wiederholte Bewegung, flächiger Kontakt oder eine gewisse Nachgiebigkeit gefordert sind.
Auslegung nach Elastizität, Geometrie und Belastung
Die Anforderungen werden über Werkstoffrezeptur und Bauteilgeometrie abgestimmt. Relevant sind unter anderem das gewünschte Biegeverhalten, die Rückstellfähigkeit, die Druckbeanspruchung sowie das Verhalten bei wiederholter Verformung. Je nach Einsatz kann auch das Oberflächenbild oder die Kombination mit anderen Bauteilelementen eine Rolle spielen.
Abgrenzung innerhalb der PUR-Formteile
Innerhalb der PUR-Formteile unterscheidet sich «Kompakt-, flexibel» klar von «Kompakt-, hart», bei dem Steifigkeit und Formfestigkeit im Vordergrund stehen. Gegenüber «Integralschaum-, weich», «Integralschaum-, halbhart» und «Integralschaum-, hart» geht es hier nicht um einen geschäumten Aufbau mit typischer Haut-Schaum-Struktur, sondern um einen kompakteren Werkstoff mit elastischem Verhalten. Die Einordnung ist deshalb sinnvoll, wenn ein Bauteil flexibel sein soll, ohne als Integralschaumteil ausgeführt zu werden.