Was unter CAP-Halbzeug verstanden wird
CAP-Halbzeug sind Zwischenprodukte aus Celluloseacetopropionat, die als feste oder flexible Formate bereitgestellt werden. Sie dienen als Ausgangsmaterial für Zuschnitt, Umformung, spanende Bearbeitung oder andere nachgelagerte Fertigungsschritte. Der Begriff bezieht sich damit nicht auf die chemische Zusammensetzung allein, sondern auf die Liefer- und Verarbeitungsform des Werkstoffs.
Typische Weiterverarbeitung von Halbzeugen aus CAP
Halbzeuge werden eingesetzt, wenn Bauteile nicht direkt aus einer Schmelze hergestellt, sondern aus vorliegenden Formaten gefertigt werden. Tafeln können zugeschnitten oder mechanisch bearbeitet werden, Folien für dünne Schichten oder Abdeckungen dienen, und Rohre kommen für hohle Geometrien infrage. Welche Bearbeitung geeignet ist, hängt von Abmessung, Rezeptur, Oberflächenanforderung und dem vorgesehenen Endprodukt ab.
Auspraegungen: Folien, Rohre und Tafeln
Innerhalb dieser Leistung werden drei typische Unterformen unterschieden. Folien sind dünne, meist flexible Halbzeuge für flächige Anwendungen oder kaschierte Aufbauten. Rohre stellen eine bereits profilierte Grundform für zylindrische oder leitungsartige Bauteile dar. Tafeln sind ebene Plattenformate, die sich für Zuschnitt und weitere Formgebung eignen. Diese Einteilung beschreibt die Geometrie des Halbzeugs und nicht unterschiedliche Polymerklassen.
Abgrenzung zu CAP-Formmassen, Schmelzmassen und Tauchmassen
Halbzeug ist innerhalb der CAP-Hierarchie von verarbeitungsbezogenen Ausgangsmassen zu trennen. Formmassen, Schmelzmassen und Tauchmassen sind Materialformen, die auf ein bestimmtes Verarbeitungsverfahren ausgerichtet sind, etwa Formgebung aus der Masse oder Beschichtung durch Tauchen. Halbzeug liegt dagegen bereits als Folie, Rohr oder Tafel vor und wird aus dieser Ausgangsgeometrie weiterverarbeitet. Die Abgrenzung verläuft somit entlang der Materialbereitstellung und nicht entlang einer anderen chemischen Basis.