Stäbe als stabförmiges Halbzeug aus Vulkanfiber
Innerhalb der Halbzeuge bezeichnet «Stäbe» längliche Vollprofile aus Vulkanfiber. Sie dienen als Ausgangsmaterial für Bauteile, die aus einem kompakten Querschnitt heraus gefertigt werden. Entscheidend sind dabei Formstabilität des Ausgangsformats, gleichmässige Materialverteilung über den Querschnitt und die Eignung für spanende oder trennende Bearbeitungsschritte.
Einsatz bei linearen und zerspanten Bauteilen
Typische Anwendungen entstehen dort, wo aus einem stabförmigen Rohling einzelne Funktionsteile hergestellt werden. Dazu gehören Distanzstücke, Buchsen, kleine Formteile, Verbindungselemente oder andere Bauteile mit rotations- oder längsorientierter Geometrie. Stäbe sind besonders passend, wenn das spätere Werkstück nicht zuerst aus einer Platte herausgeschnitten oder aus einem Hohlprofil aufgebaut werden soll.
Querschnitte, Längen und Bearbeitungsbezug
Stäbe werden nach Querschnitt, Abmessung und Lieferlänge unterschieden. Für die Auswahl relevant sind der benötigte Materialquerschnitt, Bearbeitungszugaben und der Verschnitt in der Weiterverarbeitung. Je nach Anforderung kann ein Stabformat gewählt werden, das den späteren Werkstückabmessungen möglichst nahekommt und so zusätzliche Bearbeitungsschritte reduziert.
Abgrenzung zu Platten und Rohren im selben Halbzeugbereich
Gegenüber Platten sind Stäbe für längliche, kompakte Ausgangsgeometrien gedacht, nicht für flächige Zuschnitte oder konturgefräste Teile aus Tafelformat. Gegenüber Rohren fehlt der Hohlraum; Stäbe sind daher für massive Bauteile ausgelegt. Innerhalb der Hierarchie gehören sie wie Platten und Rohre zum Halbzeug, unterscheiden sich jedoch klar durch Form, Materialnutzung und typische Weiterverarbeitung.