Was mit EVOH-Formmassen gemeint ist
EVOH-Formmassen sind aufbereitete Materialtypen, die in Kunststoffverarbeitungsverfahren eingesetzt werden. Sie werden so bereitgestellt, dass sie dosiert, plastifiziert und zu Formteilen oder funktionalen Schichten verarbeitet werden können. Im Unterschied zu fertigen Folien, Behältern oder Halbzeugen beschreibt die Bezeichnung Formmassen den Rohstoffzustand vor der eigentlichen Formgebung.
Typische Anwendungen von EVOH als Formmasse
EVOH wird vor allem dort eingesetzt, wo eine geringe Gasdurchlässigkeit gefordert ist. Typische Anwendungen finden sich in Verpackungssystemen, technischen Mehrschichtaufbauten oder Behälterlösungen, bei denen eine Barrierefunktion Teil des Gesamtsystems ist. Als Formmasse wird EVOH häufig nicht allein nach optischen oder mechanischen Kriterien ausgewählt, sondern wegen seiner funktionalen Eigenschaft innerhalb eines Schichtverbunds.
Relevante Unterschiede zwischen EVOH-Formmassen
Bei EVOH-Formmassen unterscheiden sich die Typen unter anderem in ihrer Eignung für bestimmte Verarbeitungsverfahren und in der Auslegung für konkrete Schichtaufbauten. In der Praxis sind auch Anforderungen an Feuchteverhalten, Verarbeitungsfenster und die Kombination mit anderen Kunststoffen relevant. Welche Formmasse geeignet ist, hängt deshalb nicht nur vom Endprodukt, sondern auch vom Verfahren und vom Aufbau des gesamten Verbunds ab.
Einordnung innerhalb der EVOH-Rohstoffe
In dieser Hierarchie ist Formmassen eine Materialform innerhalb der chemischen Bezeichnung EVOH. Die Einordnung bezieht sich damit auf die Liefer- und Verarbeitungsform des Rohstoffs, nicht auf eine eigenständige Polymerfamilie. Von anderen möglichen Darstellungsformen wie Folien, Compounds oder fertigen Formteilen ist Formmasse fachlich dadurch abgegrenzt, dass sie als Ausgangsmaterial für nachgelagerte Verarbeitungsprozesse dient.