Epoxidharze fuer Modelle und formgebende Koerper
Bei der Modellanfertigung werden Epoxidharze als Matrix fuer formgebende Bauteile eingesetzt. Das betrifft unter anderem Urmodelle, Funktionsmodelle, Kernbereiche fuer den Formenbau oder geometrisch definierte Aufbaukoerper. Im Unterschied zu rein dekorativen Anwendungen geht es hier um Masshaltigkeit, Bearbeitbarkeit und ein fuer den vorgesehenen Einsatz ausreichendes Festigkeitsniveau.
Typische Anwendungskontexte in Entwicklung und Fertigung
Modelle auf Epoxidbasis werden dort verwendet, wo Geometrien vor der Serienfertigung aufgebaut, geprueft oder weiterverarbeitet werden muessen. Dazu gehoeren Prototypen, Anschauungsmodelle, formgebende Hilfsteile sowie Modelle fuer nachgelagerte Abform-, Pruef- oder Fertigungsschritte. Relevant ist die Anwendung auch dann, wenn Oberflaechen nachbearbeitet, Kanten exakt ausgearbeitet oder Konturen reproduzierbar aufgebaut werden sollen.
Systemformen und verarbeitungsgerechte Auspraegungen
Fuer die Modellanfertigung kommen fluessige, pastoese oder gefuellte Epoxidharzsysteme in Betracht. Fluessigere Systeme eignen sich fuer das Ausgiessen oder Vergiessen definierter Geometrien, waehrend standfeste oder spachtelbare Einstellungen fuer den schichtweisen Aufbau und die Konturkorrektur genutzt werden. Feste Harzformen spielen eine Rolle, wenn die weitere Formulierung oder das Verarbeitungsverfahren darauf abgestimmt ist. Welche Kombination aus Harz, Haerter und eventuellen Zusatzstoffen sinnvoll ist, haengt von Verarbeitungszeit, Schichtdicke, Waermeentwicklung und der gewuenschten Nachbearbeitung ab.
Abgrenzung zu Giessen, Beschichten und Laminieren
Innerhalb der Anwendungskategorie "Harze fest und fluessig fuer" beschreibt Modellanfertigung einen klaren Verwendungszweck und kein allgemeines Verarbeitungsverfahren. Sie unterscheidet sich von Giessen, wenn nicht nur ein Formteil erzeugt, sondern ein bearbeitbares Modell aufgebaut wird. Gegenueber Beschichten steht nicht die Oberflaechenfunktion im Vordergrund, sondern der Aufbau eines eigenstaendigen Koerpers. Von Impraegnieren und Laminieren grenzt sich die Leistung dadurch ab, dass nicht primaer Fasertraeger oder poroese Strukturen durchtraenkt werden.