PES-Platten als flächiges Halbzeug
Innerhalb der PES-Halbzeuge bilden Platten die Form für flächige oder blockartige Ausgangsgeometrien. Sie bestehen aus massivem Material und eignen sich für Frästeile, Distanzstücke, Abdeckungen, Träger oder isolierende Konstruktionselemente. Typisch ist der Einsatz dort, wo ein Werkstoff mit thermischer Belastbarkeit und guter Dimensionsstabilität benötigt wird.
Anwendung bei bearbeiteten Bauteilen und ebenen Komponenten
PES-Platten werden häufig dann gewählt, wenn Bauteile nicht direkt geformt, sondern aus Halbzeug heraus mechanisch bearbeitet werden. Dazu gehören zugeschnittene Maschinenteile, Montageplatten, Halterungen, Abdeckelemente oder Bauteile für Geräte und technische Anlagen. Auch bei Einzelteilen und kleineren Serien ist die Verarbeitung aus Platten sinnvoll, weil keine werkzeugspezifische Formgebung vorausgesetzt wird.
Dicken, Formate und Bearbeitungswege
Platten sind je nach Anbieter in unterschiedlichen Dicken und Formaten erhältlich. Aus dem Halbzeug entstehen durch Sägen, Fräsen, Bohren oder Wasserstrahlschneiden anwendungsspezifische Teile. Relevant sind dabei unter anderem Dickentoleranz, Oberflächenzustand, Planlage und die Frage, ob das Material als Rohplatte, Zuschnitt oder vorbearbeitetes Werkstück benötigt wird.
Abgrenzung zu Folien, Rohren und Stäben
Im Vergleich zu Folien sind Platten deutlich dicker und für tragende oder spanend bearbeitete Teile ausgelegt, nicht für flexible oder sehr dünnwandige Anwendungen. Gegenüber Rohren fehlt die Hohlgeometrie; Platten werden deshalb für ebene oder frei herausgearbeitete Konturen verwendet. Stäbe dienen primär als Rund- oder Profilhalbzeug für Dreh- und Frästeile, während Platten bei flächigen Zuschnitten und grossformatigen Komponenten die passende Ausgangsform sind.