Was PI-Folien als Halbzeug auszeichnet
PI-Folien sind flache, dünne Halbzeuge auf Basis von Polyimid. Sie werden dort eingesetzt, wo ein Material als isolierende, trennende, abdeckende oder flexibel verarbeitbare Schicht benötigt wird. Typisch für diese Werkstoffgruppe sind gute thermische Belastbarkeit und elektrische Eigenschaften; welche Werte im Einzelfall gelten, hängt jedoch vom konkreten Folientyp, von der Dicke und von eventuellen Beschichtungen ab. Als Halbzeug dienen PI-Folien meist als Ausgangsmaterial für Zuschnitte, Laminataufbauten oder weiterverarbeitete Funktionsteile.
Typische Einsatzfelder von Polyimid-Folien
PI-Folien werden vor allem in technischen Anwendungen verwendet, in denen dünne Kunststoffschichten unter Wärme- oder Isolationsanforderungen arbeiten. Dazu gehören beispielsweise elektrische Isolation in Baugruppen, flexible Schichtaufbauten in der Elektronik, Trennlagen oder Abdeckungen in Fertigungsprozessen. Auch dort, wo wenig Bauraum zur Verfügung steht und trotzdem eine definierte Materialschicht benötigt wird, sind Folien naheliegend. Entscheidend ist meist nicht nur der Werkstoff selbst, sondern auch die Eignung für Stanzen, Kaschieren, Laminieren oder andere Weiterverarbeitungsschritte.
Ausführungen und Auswahlkriterien bei PI-Folien
Innerhalb der Produktgruppe unterscheiden sich PI-Folien unter anderem nach Dicke, Bahnbreite, Oberflächenzustand und Lieferform. Je nach Anforderung kommen unbehandelte Folien ebenso in Frage wie Varianten mit funktionalen Oberflächen oder zusätzlichen Schichten. Für die Auswahl sind unter anderem Temperaturprofil, elektrische Anforderungen, mechanische Beanspruchung und die geplante Weiterverarbeitung relevant. Wenn die Folie später verklebt, bedruckt, laminiert oder gestanzt wird, müssen diese Prozessschritte bereits bei der Materialwahl berücksichtigt werden.
Abgrenzung zu anderen PI-Halbzeugen
Innerhalb der Hierarchie stehen Folien auf der Ebene der PI-Halbzeuge neben Platten, Schaumstoffen und Stäben. Gegenüber Platten sind Folien deutlich dünner und eher für flächige, leichte oder flexible Anwendungen ausgelegt als für tragende oder spanend bearbeitete Teile. Schaumstoffe decken hingegen Aufgaben wie Dämpfung, Abdichtung oder Kompensation ab, während Stäbe typischerweise für Dreh- und Frästeile verwendet werden. Von elektronischen Schliess- oder Systemlösungen anderer Branchen ist diese Leistung klar zu trennen: Hier geht es ausschliesslich um das Kunststoff-Halbzeug Folie aus Polyimid.