Was TPE-Profile kennzeichnet
TPE-Profile entstehen in der Regel durch Extrusion und liegen als kontinuierliche Strangprodukte vor. Typisch sind definierte Querschnitte, die ueber die gesamte Laenge konstant bleiben. Im Unterschied zu reinem Elastomer lassen sich thermoplastische Elastomere mit Verfahren aus der Kunststoffverarbeitung herstellen und je nach System weiterverarbeiten, verschweissen oder mit anderen Werkstoffen kombinieren.
Typische Einsatzbereiche von TPE-Profilen
TPE-Profile werden dort verwendet, wo Bauteilkanten abgeschlossen, Spalte abgedichtet oder Kontaktflaechen elastisch ausgelegt werden muessen. Uebliche Anwendungen sind Dichtprofile, Kantenschutzprofile, Griff- und Ueberzugsprofile sowie elastische Funktionselemente in Gehaeusen, Verkleidungen, Apparaten, Fahrzeugkomponenten oder Industrieprodukten. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Querschnitt, Rueckstellverhalten, Oberflaeche und Montageart.
Ausfuehrungen und materialbezogene Unterschiede
Profile aus TPE unterscheiden sich unter anderem in Geometrie, Wandaufbau, Shore-Haerte, Oberflaechenstruktur und Farbgebung. Je nach Auslegung kommen kompakte oder komplexere Querschnitte sowie Mehrkomponentenloesungen in Betracht. Die Auswahl des geeigneten TPE richtet sich nach den Anforderungen an Elastizitaet, Temperaturverhalten, Medienkontakt, Witterungsbeanspruchung und Anbindung an angrenzende Materialien.
Abgrenzung zu Compounds, Formmassen und Rohren
Innerhalb der TPE-Hierarchie bezeichnen Profile ein extrudiertes End- oder Halbzeug mit funktionalem Querschnitt. Compounds und Formmassen meinen dagegen das verarbeitungsfaehige Material, aus dem Profile, Spritzgussteile oder andere Produkte hergestellt werden. Von Rohren unterscheiden sich Profile durch ihre Zweckbestimmung und Geometrie: Rohre sind auf einen geschlossenen Hohlquerschnitt fuer Leitung oder Durchfluss ausgerichtet, waehrend Profile allgemeinere Querschnittsformen fuer Dicht-, Schutz- oder Befestigungsfunktionen aufweisen.