Was Formmassen, HI bei Polystyrol bezeichnen
Die Bezeichnung HI steht bei Polystyrol für schlagzäh modifizierte Formmassen. Gegenüber GP-Polystyrol ist der Werkstoff auf höhere Zähigkeit ausgelegt, was sich vor allem bei mechanischer Beanspruchung zeigt. Geliefert wird HI-PS typischerweise als verarbeitungsfähige Formmasse, etwa für industrielle Umform- oder Formgebungsverfahren.
Typische Verarbeitung und Einsatzfelder
Formmassen, HI werden je nach Typ vor allem im Spritzgiessen und in der Extrusion verarbeitet. Nachgelagerte Anwendungen finden sich unter anderem bei Gehäuseteilen, technischen Kunststoffteilen, Verpackungen oder tiefgezogenen Erzeugnissen auf Basis extrudierter Platten. Relevant ist die Kategorie überall dort, wo Polystyrol verarbeitet werden soll, ohne auf die höhere Schlagzähigkeit zu verzichten.
Unterschiede zwischen einzelnen HI-Formmassen
Innerhalb der Kategorie gibt es Werkstofftypen mit unterschiedlichem Fliessverhalten, abweichender Steifigkeit, variierender Schlagzähigkeit und verschiedener Oberflächencharakteristik. Auch die Eignung für bestimmte Verarbeitungsverfahren kann sich deutlich unterscheiden. Die Bezeichnung HI beschreibt daher die Werkstofffamilie, ersetzt aber nicht die materialspezifischen Angaben des jeweiligen Typs.
Abgrenzung zu GP, expandierendem PS und Halbzeug
Formmassen, HI sind von Formmassen, GP klar zu trennen: GP-Polystyrol ist nicht schlagzäh modifiziert und wird eingesetzt, wenn andere Eigenschaftsprofile im Vordergrund stehen. Formmassen, expandierend gehören ebenfalls zu PS, sind jedoch für expandierende Anwendungen ausgelegt und nicht mit kompakten HI-Formmassen gleichzusetzen. Halbzeug bezeichnet bereits hergestellte Platten, Folien, Stäbe oder ähnliche Zwischenprodukte, während Formmassen, HI den Rohstoff für deren Herstellung oder für direkte Formgebungsverfahren darstellen.