Was unter SBR-Formmassen zu verstehen ist
SBR-Formmassen sind auf Styrol-Butadien-Kautschuk basierende Mischungen, die für Formgebungsverfahren vorbereitet werden. Sie werden so zusammengestellt, dass sie sich im vorgesehenen Prozess verarbeiten und anschliessend zu einem elastomeren Bauteil vernetzen lassen. Damit liegen sie in der Wertschöpfung zwischen dem reinen Rohpolymer und dem fertigen Formteil.
Typische Verarbeitung von Formmassen
Solche Mischungen werden dort eingesetzt, wo aus elastomeren Werkstoffen funktionale Formteile entstehen. Je nach Auslegung der Mischung kommen Verfahren wie Pressen, Spritzformen oder verwandte Formgebungsprozesse in Frage. Anwendungsfelder sind technische Formartikel, Dicht- und Lagerelemente sowie weitere Bauteile, bei denen das Materialverhalten des SBR gezielt genutzt wird.
Welche Eigenschaften ueber die Mischung eingestellt werden
Bei SBR-Formmassen wird die Rezeptur auf die spaetere Verarbeitung und den Einsatzzweck abgestimmt. Relevante Groessen sind unter anderem Haerte, Elastizitaet, Abriebverhalten, Fliess- und Formgebungsverhalten sowie die Art der Vernetzung. Dadurch unterscheiden sich Formmassen nicht nur nach dem Basispolymer, sondern auch nach ihrem Mischungsaufbau und ihrer vorgesehenen Anwendung.
Abgrenzung zu Halbzeug innerhalb der SBR-Kategorie
Innerhalb der Hierarchie unter Styrol-Butadien-Kautschuk steht Formmassen fuer Mischungen, die noch nicht als nutzbares Zwischenprodukt ausgeformt sind. Davon abzugrenzen ist Halbzeug, also bereits in eine Grundform gebrachte Ware wie Bahnen, Platten, Streifen oder Profile zur weiteren Bearbeitung. Die Unterscheidung ist fachlich relevant, weil Beschaffung, Verarbeitungsschritt und Spezifikation unterschiedlich ausfallen.