Anforderungen beim Kleben von Metallen
Metallische Werkstoffe stellen andere Anforderungen an Klebstoffe als saugende oder sehr niederenergetische Oberflächen. Zu prüfen sind unter anderem Stahl, Edelstahl, Aluminium oder Buntmetalle, da sich diese in ihrer Oberfläche und Reaktivität unterscheiden. Für eine belastbare Verbindung sind Sauberkeit, passende Vorbehandlung und die Abstimmung auf Scher-, Zug- oder Schälbelastung relevant. Auch Temperaturwechsel, Feuchtigkeit und Medienkontakt können die Klebstoffwahl beeinflussen.
Typische Anwendungen mit metallischen Substraten
Klebstoffe für Metalle werden eingesetzt, wenn Metall mit Metall oder mit anderen Werkstoffen verbunden werden soll. Typische Anwendungsfelder sind Bauteilverklebungen im Geräte- und Apparatebau, Gehäusemontagen, Abdeckungen, Profile, Bleche sowie Hybridverbindungen mit Glas, Keramik oder Kunststoffen. Je nach Konstruktion steht entweder eine starre, kraftschlüssige Verbindung oder eine elastische, zugleich dichtende Fuge im Vordergrund.
Geeignete Klebstofftypen und Ausprägungen
Für metallische Oberflächen kommen unterschiedliche Klebstoffsysteme in Frage, etwa strukturelle 2-Komponenten-Systeme, schnell härtende Montageklebstoffe, elastische Dicht-Klebstoffe oder spezialisierte Produkte für Gewinde und zylindrische Verbindungen. Die Auswahl richtet sich nach Festigkeit, Spaltüberbrückung, Aushärtung, Prozessbedingungen und Materialkombination. Bei beschichteten oder passivierten Metallen ist nicht nur das Grundmetall entscheidend, sondern die tatsächlich zu verklebende Deckschicht.
Einordnung innerhalb der Kategorie "Klebstoffe für:"
Diese Seite ordnet Klebstoffe nach dem Werkstoff Metall ein, nicht nach chemischer Basis des Klebstoffs. Damit unterscheidet sie sich von Kategorien wie Glas, Holz oder Papier, bei denen Transparenz, Saugfähigkeit oder Faserstruktur stärker im Vordergrund stehen. Gegenüber Kunststoffen sowie Teflon oder Silikon ist bei Metallen meist weniger die Oberflächenenergie das Hauptthema als vielmehr Oxidation, Beschichtungen, Korrosionsschutz und mechanische Beanspruchung.