Was bei Lochplatten und Netzen als nachträgliche Bearbeitung gilt
In dieser Kategorie stehen Lochplatten und Netze, die zunächst als Ausgangsprodukt hergestellt und danach weiterbearbeitet werden. Die spätere Bearbeitung kann sich auf Lochbilder, Ausschnitte, Kanten, Befestigungspunkte oder andere funktionale Merkmale beziehen. Entscheidend ist die zeitliche und verfahrenstechnische Trennung zwischen Grundherstellung und anschliessender Bearbeitung.
Typische Einsatzkontexte für bearbeitete Kunststoffelemente
Nachträglich bearbeitete Lochplatten und Netze werden dort eingesetzt, wo Standardformate oder vorgegebene Lochbilder nicht ausreichen. Das betrifft unter anderem passgenaue Zuschnitte, Bauteile mit definierten Einbausituationen, Elemente mit zusätzlichen Montagepunkten oder Produkte mit angepassten Randbereichen. Auch Kleinserien und anwendungsspezifische Geometrien werden häufig über nachgelagerte Bearbeitung umgesetzt.
Mögliche Bearbeitungsschritte und Ausprägungen
Je nach Kunststoff, Materialdicke und gewünschter Funktion kommen unterschiedliche Bearbeitungsschritte in Frage. Dazu zählen beispielsweise Stanzen, Bohren, Schneiden, Fräsen, Trimmen oder das Einbringen zusätzlicher Öffnungen und Konturen. Ebenfalls darunter fallen konfektionierte Formate, bearbeitete Ränder oder Kombinationen mehrerer Bearbeitungsschritte an einem bereits hergestellten Lochplatten- oder Netzprodukt.
Abgrenzung zu extrudierten Lochplatten und Netzen
Innerhalb der Hierarchie "Lochplatten/Netze" unterscheidet sich diese Kategorie von "Extrudiert" durch den Herstellungsablauf. Bei extrudierten Produkten entstehen Struktur und Geometrie bereits im Extrusionsprozess. Bei nachträglich bearbeiteten Produkten wird ein vorhandenes Halbzeug oder ein bereits geformtes Element im Anschluss weiterverarbeitet. Die Kategorie beschreibt damit nicht den Kunststoff selbst, sondern die Art, wie die endgültige Ausführung entsteht.