Dosierung und Einmischung von Farbmasterbatch
Diese Geräte führen konzentrierte Farbzusätze in definierten Mengen dem Basismaterial zu. Die Dosierung erfolgt prozessbezogen, damit der gewünschte Farbton und eine reproduzierbare Einfärbung erreicht werden. Je nach Ausführung wird das Masterbatch direkt am Verarbeitungsaggregat, am Materialeinzug oder in einer vorgelagerten Materialführung zugemischt.
Typische Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung
Master Batch-Einfärbegeräte werden unter anderem im Spritzguss, in der Extrusion und im Blasformen eingesetzt. Sie eignen sich für Produkte, bei denen die Farbe Bestandteil des Werkstoffs ist, etwa bei Gehäusen, technischen Formteilen, Profilen, Folien oder Behältern. Auch für die Unterscheidung von Produktvarianten, Materialreihen oder internen Farbkennzeichnungen werden sie genutzt.
Gerätearten und Dosierprinzipien
Unterschieden wird vor allem nach dem Dosierprinzip und der Einbindung in den Prozess. Üblich sind volumetrische Systeme mit mengenbezogener Förderung sowie gravimetrische Systeme mit gewichtsbezogener Regelung. Relevant sind zudem Ausführungen für konstante Rezepturen oder für Anwendungen, in denen Farbwechsel, kleine Chargen oder mehrere Materialkomponenten berücksichtigt werden müssen.
Abgrenzung zu Druck- und Kennzeichnungsmaterialien
Im Gegensatz zu Drucktampons, Tampons, Tampondruckfarben, Siebdruckgeweben oder Heissprägefolien erzeugen Master Batch-Einfärbegeräte keine Kennzeichnung auf der Bauteiloberfläche. Sie färben den Kunststoff selbst ein. Damit gehören sie innerhalb der Hierarchie zwar zu Bedruck und Kennzeichnung, unterscheiden sich aber fachlich von Verfahren, die Logos, Texte, Codes oder Dekore erst nach der Formgebung aufbringen.