Was unter Folien in diesem Bereich verstanden wird
Folien werden in Druck-, Kennzeichnungs- und Weiterverarbeitungsprozessen als kontinuierliche Kunststoffbahn geführt. Damit die Bahn sauber verarbeitet werden kann, braucht es oft zusätzliche Systeme für Oberflächenzustand, Bahnlage, Dicke, Breite und Sichtprüfung. In dieser Leistung sind deshalb vor allem technische Lösungen rund um die laufende Folienbahn eingeordnet, nicht allgemeine Kunststofffolien als Werkstoffgruppe.
Typische Anwendungen bei Folienbahnen
Solche Systeme kommen dort zum Einsatz, wo Folien bedruckt, markiert, kaschiert, geschnitten oder aufgewickelt werden. Relevante Anwendungen sind unter anderem Verpackungsfolien, technische Folien und andere bahnförmige Kunststoffprodukte. Je nach Prozess stehen andere Anforderungen im Vordergrund, etwa gleichmässige Bahnführung, kontrollierte Trocknung, Vermeidung von Anhaftungen oder die laufende Erkennung von Fehlerbildern.
Teilbereiche von Folien: Konditionierung, Messung und Inspektion
Zu den untergeordneten Bereichen zählen Befeuchtung und Bestäubung zur Beeinflussung von Oberfläche und Verarbeitungsverhalten, Blasköpfe zur Führung oder Kühlung der Bahn sowie Mess- und Regelsysteme für Breite und Dicke. Hinzu kommen Inspektionssysteme, mit denen Fehlstellen auf der Folie erkannt werden können. Diese Unterleistungen decken damit unterschiedliche Aufgaben entlang derselben Prozesskette ab: stabilisieren, messen, regeln und prüfen.
Abgrenzung zu Heissprägefolien, Tampondruck und Siebdruck
Folien in dieser Hierarchie unterscheiden sich von Heissprägefolien, die als Übertragungsmedium für eine dekorative oder funktionale Markierung eingesetzt werden. Ebenfalls abgegrenzt sind Drucktampons, Tampons und Tampondruckfarben, da diese zum Tampondruckverfahren gehören und nicht zur Folienbahnverarbeitung. Siebdruckgewebe ist ein separates Thema des Siebdrucks, während Master Batch-Einfärbegeräte der Materialeinfärbung dienen und nicht der Führung oder Prüfung von Folien in der Linie.