Schutzfunktion bei stillgelegten Formen
Ein Formen-Konservierungs-Spray dient der zeitlich begrenzten Konservierung von Werkzeugen und Formkomponenten. Es wird nach der Reinigung und Trocknung auf die zu schützenden Flächen aufgebracht, damit zwischen zwei Einsätzen kein ungeschützter Metallkontakt mit Luftfeuchtigkeit oder Lagerumgebung besteht. Im Unterschied zu einem Betriebsmedium ist es nicht für den eigentlichen Formprozess gedacht, sondern für die Phase ausserhalb der Produktion.
Typische Einsatzsituationen im Formenbau
Verwendet wird das Spray vor allem bei geplanten Stillständen, beim Einlagern von Ersatz- oder Saisonwerkzeugen, vor dem Versand von Formen sowie nach Wartungsarbeiten. Auch bei Formen, die nur in grösseren Abständen produziert werden, kann eine Konservierung sinnvoll sein. Relevant ist dies insbesondere dort, wo hoch bearbeitete Oberflächen, Passungen oder bewegliche metallische Bereiche vor Umwelteinflüssen geschützt werden sollen.
Unterschiede bei Schutzfilm und Weiterverarbeitung
Produkte dieser Art unterscheiden sich unter anderem in der Art des Schutzfilms, der vorgesehenen Schutzdauer und im Aufwand für das Entfernen vor dem nächsten Einsatz. Je nach Produkt kann der Film eher dünn, stärker haftend oder auf eine spätere leichte Reinigung ausgelegt sein. Für die Auswahl sind Materialverträglichkeit, Lagerbedingungen, geplante Standzeit und die nachfolgende Inbetriebnahme der Form massgebend.
Abgrenzung zu Reinigungs- und anderen Formenbauartikeln
Formen-Konservierungs-Spray ist von Formen-Reinigungs-Spray klar zu trennen: Reinigungsprodukte entfernen Rückstände, Konservierungsprodukte schützen gereinigte Flächen während der Lagerung. Ebenso gehört das Spray zum Zubehör im Formenbau und nicht zu konstruktiven Werkzeugkomponenten wie Auswerferstiften, Auswerferhülsen oder Formen-Schnellwechselsystemen. Es ergänzt den Umgang mit Formen, verändert aber weder die Geometrie noch die Funktion des Werkzeugs im Betrieb.