Funktionsprinzip hydraulischer Formen-Schnellwechselsysteme
Bei hydraulischen Schnellwechselsystemen wird die Form über hydraulische Elemente an der Aufspannplatte fixiert oder freigegeben. Die Spannkraft wird über ein Druckmedium erzeugt und kontrolliert auf die vorgesehenen Spannpunkte übertragen. Je nach System erfolgt die Betätigung zentral oder über mehrere verteilte Komponenten. Für die Anwendung im Formenwechsel sind die Anordnung der Spannstellen, die Einbindung in die Maschine und die sichere Reproduzierbarkeit des Spannzustands massgebend.
Typische Einsatzbereiche im Formenwechsel
Hydraulische Systeme werden dort eingesetzt, wo Werkzeuge regelmässig gewechselt werden und der Wechselvorgang in den Maschinenablauf eingebunden werden soll. Typische Kontexte sind Spritzgussanwendungen mit unterschiedlichen Formaten, Gewichten oder Rüstintervallen. Relevant ist die Leistung auch bei Produktionsumgebungen, in denen Umrüstzeiten dokumentiert, standardisiert oder technisch abgesichert werden müssen. Der konkrete Nutzen hängt dabei von Maschine, Werkzeugkonzept und Wechselhäufigkeit ab.
Systembestandteile und Ausführungen
Zur hydraulischen Ausführung gehören je nach Aufbau Spannzylinder, Spannleisten, hydraulische Anschlüsse, Druckversorgung sowie Überwachungs- oder Verriegelungselemente. Systeme können fest in die Maschine integriert oder als nachrüstbare Lösung ausgelegt sein. Auch die Anordnung auf beweglicher und fester Aufspannplatte variiert je nach Maschinenkonzept. Innerhalb der Kategorie Formen-Schnellwechselsysteme beschreibt „hydraulische“ damit eine technische Ausprägung, nicht ein einzelnes Standardprodukt.
Abgrenzung zu magnetischen Schnellwechselsystemen
Hydraulische und magnetische Formen-Schnellwechselsysteme verfolgen denselben Zweck, unterscheiden sich aber im Spannprinzip. Hydraulische Systeme arbeiten mit Druck und mechanisch wirkenden Spannelementen, magnetische Systeme mit magnetischer Haltekraft. Daraus ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Maschinenanbindung, Werkzeugauslegung und Systemperipherie. Die Einordnung unter Formen-Schnellwechselsysteme ist daher gemeinschaftlich, die technische Ausführung jedoch klar getrennt.