Funktionsprinzip magnetischer Formen-Schnellwechselsysteme
Magnetische Systeme halten die Form an der Maschinenplatte, indem ferromagnetische Werkzeugflächen über Magnetfelder gespannt werden. Zum System gehören in der Regel Spannplatten, elektrische Ansteuerung sowie Funktionen zur Zustandsüberwachung. Für den Einsatz muss die Form geometrisch und werkstoffseitig zur Magnetspanntechnik passen.
Einsatz bei Formwechseln in der Kunststoffverarbeitung
Magnetische Schnellwechselsysteme kommen dort zum Einsatz, wo Formen an Verarbeitungsmaschinen wiederkehrend gewechselt werden. Typische Anwendungen sind Produktionsumgebungen mit wechselnden Werkzeugen, geplanten Rüstfenstern und standardisierten Wechselabläufen. Die Technik betrifft nicht die Formherstellung selbst, sondern die Befestigung der fertigen Form im laufenden Maschinenbetrieb.
Systemauslegung und technische Ausprägungen
Innerhalb magnetischer Systeme unterscheiden sich Aufbau und Auslegung unter anderem nach Plattengrösse, Polteilung, Anschlusskonzept, Überwachungsumfang und Integration in die Maschinensteuerung. Relevant sind ausserdem Werkzeugabmessungen, Auflageflächen, Materialeigenschaften und die geforderte Wechselroutine. Je nach Anlage kann die Ausführung auf einzelne Maschinen oder auf standardisierte Formate abgestimmt werden.
Abgrenzung zu hydraulischen Schnellwechselsystemen
Magnetische Systeme sind eine technische Untergruppe der Formen-Schnellwechselsysteme. Im Unterschied zu hydraulischen Lösungen erfolgt die Spannkraft nicht über Zylinder, Leitungen und Druckmedien, sondern über magnetische Halteelemente. Davon abzugrenzen sind auch Zutritts-, Sicherheits- oder Überwachungslösungen an der Maschine: Sie betreffen den Anlagenbetrieb, nicht die eigentliche Formspannung.