Was unter Schutzbekleidung in der Kunststoffbranche fällt
Zur Schutzbekleidung zählen Kleidungsstücke, die Beschäftigte vor arbeitsbedingten Einwirkungen auf Haut und Körper schützen. In kunststoffverarbeitenden Betrieben betrifft das unter anderem den Umgang mit heissen Oberflächen, geschmolzenen Materialien, Staub, Spänen, Additiven oder Reinigungsmedien. Anders als normale Arbeitskleidung ist Schutzbekleidung funktional auf definierte Risiken abgestimmt und wird nach Einsatzbereich ausgewählt.
Typische Einsatzsituationen in Verarbeitung und Betrieb
Schutzbekleidung wird in der Kunststoffbranche in unterschiedlichen Prozessschritten eingesetzt. Dazu gehören das Rüsten und Reinigen von Maschinen, Arbeiten an Spritzguss-, Extrusions- oder Thermoformanlagen, das Handling von Granulaten und Zuschlagstoffen sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Je nach Tätigkeit kann der Schwerpunkt auf Hitzeschutz, Spritzschutz, Schmutzabschirmung oder auf einer geschlossenen, leicht zu reinigenden Bekleidung liegen.
Ausführungen und Auswahl nach Belastung
Die Ausführung richtet sich nach Art und Dauer der Belastung. Verbreitet sind langärmlige Oberteile, Overalls, Schürzen, Ärmel- oder Beinlinge und chemikalienbeständige Überbekleidung für einzelne Arbeitsschritte. Relevant sind dabei unter anderem Materialbeständigkeit, Beweglichkeit, Tragekomfort, Reinigbarkeit und die Frage, ob die Bekleidung für wiederholte oder nur für begrenzte Nutzung vorgesehen ist.
Abgrenzung zu Schutzbrillen, Schutzmasken und Sicherheitseinrichtungen
Schutzbekleidung schützt den Körper und die Kleidung, ersetzt aber keine anderen Schutzmassnahmen. Schutzbrillen decken vor allem Augen und Gesicht ab, Schutzmasken betreffen Atemwege oder Partikelfilterung, und Sicherheitseinrichtungen sind technische Schutzlösungen an Anlagen oder im Arbeitsbereich. Die Leistung ist damit innerhalb von Sicherheit und Schutz klar auf tragbare textile oder beschichtete Körperschutzprodukte eingegrenzt.