Technische Schutzmassnahmen an Maschinen und Anlagen
Unter Sicherheitseinrichtungen fallen in der Kunststoffverarbeitung unter anderem Schutzabdeckungen, trennende Schutzeinrichtungen, Verriegelungen, Not-Halt-Einrichtungen, Lichtvorhänge, Warnsignale und sicherheitsbezogene Sensorik. Sie sind an Maschinen oder im Arbeitsumfeld integriert und sichern Bewegungsbereiche, Einzugsstellen, Heizzonen, Werkzeugwechsel oder automatische Abläufe ab. Je nach Anlage können sie mechanisch, elektromechanisch oder elektronisch ausgeführt sein.
Typische Einsatzbereiche in der Kunststoffverarbeitung
Sicherheitseinrichtungen kommen bei Spritzgussanlagen, Extrusionslinien, Thermoformanlagen, Fördertechnik, Robotik, Granulatoren und Peripheriegeräten zum Einsatz. Relevant sind sie überall dort, wo bewegte Teile, hohe Temperaturen, pneumatische oder hydraulische Funktionen sowie automatische Materialzuführung vorhanden sind. Auch an Übergabestellen, Wartungszugängen und Bereichen mit manuellem Eingriff sind sie ein fester Bestandteil der Anlagensicherheit.
Ausprägungen von einfachen Schutzhauben bis zu vernetzten Systemen
Die Bandbreite reicht von einfachen physischen Absperrungen bis zu integrierten Sicherheitskonzepten mit Zustandsüberwachung und Zugangsfreigabe. Häufig werden mehrere Elemente kombiniert, etwa Schutzzaun, Türüberwachung und Stillsetzung beim Öffnen eines Zugangs. In automatisierten Umgebungen können Sicherheitseinrichtungen zudem mit Steuerung, Meldetechnik oder Prozessfreigaben gekoppelt sein, ohne mit einer eigenständigen Zutrittskontrolle gleichgesetzt zu werden.
Abgrenzung zu Schutzbekleidung und anderen Schutzprodukten
Innerhalb der Hierarchie Sicherheit und Schutz bezeichnet Sicherheitseinrichtungen technische Einrichtungen an Arbeitsplatz und Anlage. Sie unterscheiden sich von Schutzbekleidung, Schutzbrillen und Schutzmasken, die direkt von Personen getragen werden und als persönliche Schutzausrüstung gelten. Sicherheitseinrichtungen wirken dagegen auf Maschinen-, Zonen- oder Prozessebene und dienen der Absicherung von Gefahrenquellen bereits vor dem individuellen Personenschutz.