Wie Kreismesser in der Kunststoffbearbeitung arbeiten
Ein Kreismesser ist eine kreisförmige Schneide, die in einer Maschine oder einem Schneidmodul rotiert. Der Schnitt entsteht je nach Verfahren gegen ein Gegenmesser, im Scherenschnitt oder durch kontrollierten Druck auf das Material. Für die Auswahl sind unter anderem Materialart, Materialdicke, Schnittgeschwindigkeit, gewünschte Schnittkante und die Einbausituation der Anlage relevant.
Typische Anwendungen bei Folien, Bahnen und Platten
In der Kunststoffbranche werden Kreismesser häufig in Konfektions-, Slitting- und Schneidanlagen eingesetzt. Typische Anwendungen sind das Längsschneiden von Folien und Bändern, der Randbeschnitt von Bahnen, das Ablängen von Material sowie das Trennen von dünneren Platten oder Verbundaufbauten mit Kunststoffanteil. Auch in kontinuierlichen Produktionslinien werden Kreismesser verwendet, wenn gleichmässige Schnittverläufe und wiederholbare Kanten gefordert sind.
Ausführungen nach Schneidprinzip und Einbau
Kreismesser unterscheiden sich unter anderem in Durchmesser, Schneidengeometrie, Material, Bohrung und Befestigung. Je nach Maschine kommen Einzelmesser, Ober- und Untermesser oder Kombinationen mit Gegenringen zum Einsatz. In der Praxis werden Ausführung und Schliff auf das jeweilige Kunststoffmaterial und den Prozess abgestimmt, etwa für empfindliche Folien, zähere Halbzeuge oder hohe Taktzahlen.
Abgrenzung zu Kreissägeblättern, Bandmessern und Schneidapparaten
Innerhalb von Schneiden und Schleifen sind Kreismesser von mehreren verwandten Produkten zu unterscheiden. Kreissägeblätter und Hartmetallkreissägen sind auf sägende Trennprozesse mit Zahngeometrie ausgelegt, während Kreismesser für schneidende oder scherende Schnitte verwendet werden. Bandmesser und Bandsägen arbeiten mit einer umlaufenden, linearen Klinge und eignen sich für andere Schnittführungen. Kreisschneideapparate bezeichnen komplette Geräte oder Baugruppen, während Kreismesser das eigentliche Schneidwerkzeug in solchen Systemen sind.