Was bei bestehenden Systemen angepasst wird
Die Leistung umfasst technische Änderungen an bereits installierten Hardwaresystemen und Softwaresystemen. Dazu gehören der Austausch veralteter Komponenten, die Ergänzung neuer Baugruppen, die Migration auf andere Steuerungsplattformen sowie Anpassungen an Programmen, Visualisierungen und Schnittstellen. Ziel ist eine definierte Änderung des bestehenden Systems, nicht die vollständige Neukonstruktion einer Maschine.
Typische Anlässe für Aufrüstungen und Umrüstungen
Solche Eingriffe erfolgen häufig, wenn Ersatzteile nicht mehr verfügbar sind, Prozesse geändert werden oder zusätzliche Funktionen benötigt werden. Auch Produktwechsel, höhere Anforderungen an Bedienung und Datenaustausch oder die Einbindung in übergeordnete Systeme können eine Umrüstung auslösen. Im industriellen Umfeld betrifft dies unter anderem Produktionsmaschinen, Prüfanlagen, Fördertechnik und verfahrenstechnische Apparate.
Hardware-, Software- und Schnittstellenebenen
Auf Hardwareseite reichen die Arbeiten von einzelnen I/O-Modulen bis zum Ersatz von Steuerungen, Panels, Antrieben oder Feldgeräten. Auf Softwareseite betreffen sie etwa SPS-Programme, HMI-Oberflächen, Parameter, Rezepturen oder Kommunikationsanbindungen. Je nach Projekt wird nur ein Teilbereich angepasst oder ein zusammenhängendes Retrofit aus mechanisch eingebundenen Hardwareänderungen und neuer Software umgesetzt.
Abgrenzung zu Neuentwicklung, Montage und Verdrahtung
Im Unterschied zu Konstruktionen und Neuentwicklungen liegt der Schwerpunkt hier auf dem Umbau vorhandener Systeme. Gegenüber Sondermaschinenbau geht es nicht primär um eine neue Maschine, sondern um die technische Weiterentwicklung einer bestehenden Einheit. Verdrahtungsarbeiten oder Montagearbeiten können Teil der Ausführung sein, bilden aber nicht den Kern der Leistung, sofern keine systematische Hard- oder Softwareanpassung erfolgt.