Was kombinierte CNC-Biege-, Scher- und Stanzarbeiten umfassen
Die Leistung verbindet mehrere spanlose Bearbeitungsschritte in einer abgestimmten Fertigung: Scheren für den Zuschnitt, Stanzen für Löcher, Ausnehmungen oder definierte Konturen sowie Biegen für die räumliche Formgebung. Grundlage sind technische Zeichnungen oder CAD-Daten, aus denen Zuschnitt, Lochbild und Biegelinien abgeleitet werden. Je nach Werkstück erfolgen die Schritte auf kombinierten Anlagen oder in aufeinander abgestimmten Einzelprozessen.
Typische Werkstücke aus der kombinierten Blechbearbeitung
Eingesetzt wird das Verfahren vor allem bei funktionalen Blechteilen mit wiederkehrender Geometrie. Dazu gehören Abdeckungen, Winkel, Konsolen, Laschen, Schaltschrankteile, Gehäuseteile, Montageplatten oder Befestigungselemente. Besonders sinnvoll ist die kombinierte Bearbeitung, wenn Öffnungen, Lochbilder und Biegungen lagegenau zueinander passen müssen.
Ausführungen nach Material, Losgrösse und Prozessfolge
Die Bearbeitung kann je nach Material, Blechdicke und Bauteilgeometrie unterschiedlich aufgebaut sein. In einfachen Fällen wird zuerst zugeschnitten, danach gestanzt und zuletzt gebogen; bei komplexeren Teilen richtet sich die Reihenfolge nach Werkzeugzugänglichkeit, Verzug und Bauteilfunktion. Geeignet ist die Leistung sowohl für Einzelteile und Muster als auch für Klein- und Mittelserien, sofern Programmierung, Werkzeugkonzept und Fertigungsablauf darauf abgestimmt sind.
Abgrenzung zu anderen Biegearbeiten
Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung zum Biegen, geht aber über reines Abkanten oder Formbiegen hinaus, weil Zuschnitt und Stanzbearbeitung einbezogen sind. Im Unterschied zum Biegen von Profilen, Rundmaterial oder Rohren bezieht sie sich auf flache Blechzuschnitte als Ausgangsmaterial. Von Rundbiegen unterscheidet sie sich durch die Werkstückart und Geometrie: Statt zylindrischer oder ringförmiger Formen entstehen vor allem gekantete Blechformteile mit definierten Konturen und Durchbrüchen.