Schweissaufgaben an Metallwellschläuchen
Beim Metallwellschlauchschweissen werden flexible, gewellte Metallschläuche mit Anschlussstücken oder Übergangsteilen verbunden. Im Unterschied zu massiveren Rohrbauteilen reagieren Wellschläuche empfindlich auf Verzug, Einbrand und lokale Überhitzung. Die Schweissarbeit muss deshalb auf die dünnwandige Struktur, die Wellgeometrie und den geforderten Dichtheitsanspruch abgestimmt werden.
Typische Bauteile und Einsatzkontexte
Geschweisste Metallwellschläuche kommen dort zum Einsatz, wo starre Leitungen Bewegungen, Schwingungen oder Montageversatz nur begrenzt aufnehmen können. Typische Kontexte sind Maschinenbau, Anlagenbau und Apparatebau sowie flexible Medienverbindungen in technischen Systemen. Geschweisst werden je nach Aufbau unter anderem Endarmaturen, Anschlusshülsen, Stutzen oder Flansche.
Ausführungen nach Schlauchaufbau und Anschlussart
Die konkrete Ausführung richtet sich nach Werkstoff des Wellschlauchs, Aufbau der Armatur und Art der Verbindung. Zu unterscheiden sind Schweissungen an einlagigen oder mehrlagigen Schlauchkörpern, an Schläuchen mit Drahtgeflecht sowie an unterschiedlichen Anschlussformen. Entscheidend ist, dass die Verbindung mechanisch belastbar bleibt, ohne die Beweglichkeit des Schlauchabschnitts unnötig einzuschränken.
Abgrenzung zu Rohrschweissen und verfahrensbezogenen Leistungen
Innerhalb der Hierarchie gehört Metallwellschlauchschweissen zur Leistung Schweissen, ist aber deutlich spezieller als allgemeines Rohrschweissen. Im Vordergrund steht nicht nur die Nahtausführung, sondern der fachgerechte Umgang mit einem flexiblen, gewellten Bauteil. Von Leistungen wie TIG-, MIG- oder MAG-Schweissen unterscheidet sich diese Seite dadurch, dass sie ein konkretes Werkstück beschreibt; welches Verfahren eingesetzt wird, hängt vom Werkstoff, der Wandstärke und der Anschlussgeometrie ab.