Wie Ultraschallerodiermaschinen arbeiten
Bei der Ultraschallerosion wird ein Werkzeug in schnelle Schwingung versetzt. Zwischen Werkzeug und Werkstück wirkt ein abrasives Medium, dessen Partikel den Werkstoff schrittweise abtragen. Der Materialabtrag erfolgt mechanisch und nicht durch elektrische Entladungen. Dadurch ist das Verfahren besonders für Geometrien geeignet, bei denen geringe Schnittkraefte und eine kontrollierte Bearbeitung spröder Materialien gefragt sind.
Typische Werkstoffe und Bearbeitungsaufgaben
Ultraschallerodiermaschinen werden vor allem für technische Keramiken, Glas, Hartmetall, Ferrite oder andere harte und spröde Werkstoffe eingesetzt. Typische Aufgaben sind feine Bohrungen, Konturen, Aussparungen und formgebende Bearbeitungen in Bauteilen, die auf Schlag, Hitze oder hohe mechanische Belastung empfindlich reagieren. Je nach Werkstoff und Geometrie kommen sie auch dort zum Einsatz, wo spanabhebende Verfahren erhöhten Werkzeugverschleiss oder Ausbrüche verursachen würden.
Maschinenausführungen und Prozessmerkmale
Unterschiede bestehen unter anderem bei Achszahl, Werkstückgrösse, Automatisierungsgrad und der Art der Bearbeitung. Es gibt Anlagen für einfache Bohr- und Formoperationen ebenso wie Systeme für komplexere, wiederholgenaue Abläufe. Relevant für die Auswahl sind die Schwingungserzeugung, die Werkzeugauslegung, die Zuführung des abrasiven Mediums sowie die Möglichkeit, Prozessparameter an Werkstoff und Zielgeometrie anzupassen.
Abgrenzung zu anderen Erodiermaschinen
Im Unterschied zu Drahterodiermaschinen, Senkerodiermaschinen und Locherodiermaschinen basiert die Ultraschallerosion nicht auf elektrischen Entladungen. Diese funkenerosiven Verfahren setzen in der Regel elektrisch leitfähige Werkstoffe voraus, waehrend Ultraschallerodiermaschinen auch für nichtleitende, spröde Materialien geeignet sind. CNC-Erodiermaschinen bezeichnen in erster Linie den Automatisierungs- und Steuerungsgrad, nicht das eigentliche Abtragsprinzip. Gebrauchtmaschinen sind keine Verfahrensart, sondern eine Beschaffungskategorie.