Bearbeitung von Führungsflächen an Maschinenbauteilen
Die Maschinen sind für lange, durchgehende und geometrisch anspruchsvolle Führungsflächen konzipiert. Im Unterschied zum allgemeinen Flachschleifen geht es nicht nur um eine ebene Oberfläche, sondern um die genaue Lage mehrerer Bezugsflächen zueinander. Typische Werkstücke stammen aus dem Werkzeugmaschinenbau und aus dem allgemeinen Maschinenbau, etwa Betten, Schlitten, Säulen oder Aufspannkörper mit Gleit- oder Führungsbahnen.
Typische Einsatzfelder in Neubau, Instandsetzung und Retrofit
Führungsbahnenschleifmaschinen werden sowohl in der Herstellung neuer Maschinenkomponenten als auch bei der Überarbeitung bestehender Anlagen eingesetzt. Bei Instandsetzungen werden verschlissene Führungsflächen nachgearbeitet, um die Geometrie des Grundkörpers wiederherzustellen. Im Retrofit werden sie verwendet, wenn Maschinenbetten oder Führungsbahnen vor dem Neuaufbau, dem Ausschaben oder dem Einbau neuer Führungselemente vorbereitet werden.
Maschinenkonzepte nach Werkstücklänge und Führungsgeometrie
Die Auslegung richtet sich nach Länge, Masse und Form der Werkstücke sowie nach der Art der Führungsbahn. Relevante Unterschiede betreffen unter anderem den Arbeitsbereich, die Anordnung des Schleifaggregats und die Möglichkeit, mehrere Führungsflächen in einer Aufspannung zu bearbeiten. Je nach Aufgabenstellung stehen Maschinen für kurze und kompakte Bauteile ebenso wie Anlagen für sehr lange Maschinenbetten oder schwere Grundkörper im Vordergrund.
Abgrenzung zu Flachschleifmaschinen und anderen Schleifmaschinen
Innerhalb der Schleifmaschinen sind Führungsbahnenschleifmaschinen auf Führungsgeometrien spezialisiert. Flachschleifmaschinen bearbeiten ebenfalls ebene Flächen, sind aber nicht zwingend auf die gegenseitige Präzisionslage typischer Führungsbahnen ausgelegt. Portalschleifmaschinen beschreibt in erster Linie eine Bauform, während Führungsbahnenschleifmaschinen den Bearbeitungszweck benennen. Gegenüber Profilschleifmaschinen oder Rundschleifmaschinen steht hier nicht die freie Kontur oder rotierende Werkstückgeometrie, sondern die lineare Führungsfunktion des Bauteils im Mittelpunkt.