Prägevorgang mit Stempeln und Münzrohlingen
Bei einer Münzprägepresse wird ein vorbereiteter Rohling zwischen die Prägewerkzeuge eingebracht und unter Druck geprägt. Der Prozess ist auf die exakte Übertragung des Stempelbilds ausgelegt, nicht auf das freie Umformen beliebiger Geometrien. Je nach Anlage gehören dazu auch Funktionen für die kontrollierte Zuführung der Rohlinge, den Werkzeugwechsel und die Abführung der geprägten Teile.
Einsatzfelder in Münzprägung und verwandten Prägeprodukten
Münzprägepressen werden dort eingesetzt, wo geprägte Stücke mit festgelegtem Motiv und gleichbleibender Ausführung hergestellt werden. Dazu zählen neben Münzen auch Medaillen, Marken, Wertzeichen oder Sammlerprägungen. Der Anwendungsrahmen reicht von einzelnen Prägeaufträgen bis zu integrierten Serienprozessen mit vorbereitender und nachgelagerter Handhabung.
Anlagenkonzepte und prozessnahe Ausführungen
Die Ausführung von Münzprägepressen richtet sich nach Werkstück, Stückzahl und Einbindung in die Fertigung. Möglich sind eigenständige Pressen ebenso wie Lösungen mit Rohlingzuführung, Sortierung, Ausschleusung und prozessbezogener Überwachung. Relevante Unterschiede betreffen unter anderem den Automatisierungsgrad, die Werkzeugaufnahme und die Abstimmung auf bestimmte Prägeformate oder Produktarten.
Abgrenzung zu Rohlingsautomaten und anderen Spezialpressen
Innerhalb der Maschinen für spanlose Formgebung gehören Münzprägepressen zu den Pressen für klar definierte Prägebilder auf münzartigen Werkstücken. Sie sind von Gummirohlingsautomaten und Rohlingsautomaten zu unterscheiden, die Rohlinge bereitstellen oder formen, aber nicht das eigentliche Münzbild prägen. Gegenüber Biegepressen und Richtpressen liegt der Fokus nicht auf Biege- oder Richtvorgängen, und im Unterschied zu Härtepressen oder Sinterpressen steht auch nicht die Werkstoffverdichtung im Vordergrund.